Strassenbau- projekte

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S 34 Traisental Schnellstraße

St. Pölten / Hafing (B 1) -Kn. St. Pölten / West (A 1) -Wilhelmsburg Nord (B 20)


Aktuelles

Abschluss des Vorprojektes und der strategischen Untersuchungen

Im Rahmen des Vorprojektes wurden im Winter 08/Frühjahr 09 die Variantenuntersuchungen an der Westtrasse vertieft und die beiden Varianten „Völtendorf West“ und „Völtendorf Ost“ im Detail geprüft. Im Rahmen einer Nutzen-Kosten-Untersuchung (NKU) wurden die beiden Varianten in ihren Wirkungen in den Bereichen Verkehr, Raum, Umwelt und Kosten objektiv gegenübergestellt. Auf Basis dieses umfassenden Vergleichs hat sich die Variante „Völtendorf West“ als die bessere erwiesen.
Bei dieser Variante führt die Trasse von der B1 – unmittelbar am westlichen Ortsrand von St. Pölten – geradlinig nach Süden zur A 1 West Autobahn, quert diese in Hochlage im Knoten St. Pölten West und führt von dort aus weiter in Richtung Süden bis zur B39 auf Höhe Völtendorf. Dort quert sie westlich von Völtendorf die B39 in Tieflage und wird mit einer Anschlussstelle an die B39 angebunden. Im Anschluss verläuft die Trasse durch das Gelände des Flugplatzes Völtendorf und des GÜPL Völtendorf entlang einer bestehenden Landesstraße, ehe sie nach Südosten schwenkt und südlich von St. Georgen in die B20 einmündet.

Vorteile der Variante Völtendorf West

- Weniger Gesamtflächenverbrauch durch geringere Länge sowie durch die Möglichkeit der Errichtung einer flächensparenden Anschlussstelle an die B39

- Bessere Schadstoffentlastung infolge der größeren Entfernung vom Ortsgebiet Völtendorf und der geringeren Anzahl betroffener Wohnanrainer

- Größere Entlastungswirkung bei der Ortsdurchfahrt von Völtendorf

- Geringere Eingriffe in ökologisch hochwertige Natur- und Lebensräume

- Höhere Verträglichkeit in den Themenbereichen Land-, Forst- und Jagdwirtschaft infolge des geringeren Flächenbedarfs und der geringeren Flurzerschneidung

- Geringere Investitionskosten und weniger baulicher und betrieblicher Erhaltungsaufwand

Der Nachteil der Variante Völtendorf West besteht lediglich im Bereich des Landschaftsbildes, da die Westvariante in ihrer Führung quer durch die offene Agrarlandschaft nicht so gut in das Landschaftsbild integrierbar ist. Durch entsprechende Ausgleichsmaßnahmen in der Landschaftsplanung wird jedoch die bestmögliche Einbindung sichergestellt werden.

Im Juli 2009 endete die Auflage der strategischen Untersuchungen zur S 34. Derzeit werden die Stellungnahmen durch das BMVIT bearbeitet. Die ASFINAG finalisiert gerade das Vorprojekt, welches im Winter 2009 beim BMVIT zur Zustimmung vorgelegt werden soll.

Überdies wurden die Grundlagen zum Einreichprojekt (Bodenaufschlusskampagne, Vermessung, ökologische Kartierungsarbeiten und dgl.) im Untersuchungsgebiet der geplanten Westtrasse geschaffen, und es wird bereits an Optimierungen der Westtrasse in Lage- und Höhe für das Einreichprojekt gearbeitet.

Was geschieht als nächstes

Nach erfolgter Vorlage des Vorprojekts zur Zustimmung beim BMVIT kann sich das Planerteam auf das Einreichprojekt mit der Umweltverträglichkeitserklärung (UVE) konzentrieren. Ab Winter 2009 wird die eigentliche Trassenplanung zum Einreichprojekt anhand einer konkreten Trassenführung fortgesetzt. Darauf aufbauend werden in den einzelnen Umweltfachbereichen die Auswirkungen ermittelt und dementsprechende Ausgleichsmaßnahmen an und fernab der Trasse definiert. Die Ergebnisse der Umweltfachplanungen werden in einer Umweltverträglichkeitserklärung zusammengefasst. Ziel ist es, ein dem Gesetz Rechnung tragendes umweltverträgliches Projekt zu entwickeln. Die einreichfähige Planung  wird voraussichtlich mit dem Jahr 2010 vorliegen und soll unmittelbar danach beim zuständigen BMVIT zur Umweltverträglichkeitsprüfung eingereicht werden.



Ziele des Projekts


Zielvorstellungen


• Verbesserung der Erreichbarkeit des niederösterreichischen Zentralraumes und der Landeshauptstadt   St. Pölten sowie der A 1 in Richtung Wien bzw. Linz aus dem Süden
• Minderung der Trennwirkung entlang der bestehenden B20
• Minimierung der künftigen Belastung des "Schutzgutes Mensch" durch Lärm und Luftschadstoffe
• Minimierung der künftigen Belastung bei den "Schutzgütern" Mensch, Tiere und Pflanzen, Wasser, Sach- und Kulturgüter sowie Landschafts- und Ortsbild
• Erhöhung der Verkehrssicherheit und Senkung der Unfallhäufigkeiten
• Errichtung einer hochwertigen, dem Stand der Technik entsprechenden Straßenverkehrsinfrastruktur im niederösterreichischen Zentralraum nach Süden ausgerichtet



Projektstatus

Seitens des Amtes der NÖ Landesregierung wurden in den letzten Jahrzehnten bereits zahlreiche Planungen zur Errichtung einer leistungsfähigen Straße im Traisental erarbeitet.
Im Jahre 2005 entschloss sich das Land NÖ mit Inkrafttreten des SP-V Gesetzes, welches eine Strategische Prüfung im Verkehrsbereich vorsieht, für eine Wiederaufnahme der Traisental Straße in den Anhang des Bundesstraßengesetzes einzutreten. Im Sommer 2005 wurde daher im Auftrag des Amtes der NÖ Landesregierung, Gruppe Raumordnung, Umwelt und Verkehr, für die Traisental Straße  ein Umweltbericht zur strategischen Prüfung im Verkehrsbereich erarbeitet.

Ergebnis dieser Untersuchung in Gegenüberstellung mehrerer Lösungsalternativen war eine Empfehlung für eine Errichtung der S 34 als Schnellstraße kombiniert mit Ausbaumaßnahmen im Bereich des Öffentlichen Verkehrs.

Im Zuge der Arbeiten am Vorprojekt aufgrund der erforderlichen Neutrassierung für den Abschnitt Knoten St. Pölten (A 1 / S 33 / S 34) – Wilhelmsburg Nord (B20) durch die ASFINAG wurde zusätzlich zu der bereits durch das Amt der NÖ Landesregierung untersuchten Trasse östlich der B20 eine weitere Trassenvariante untersucht. Diese verläuft westlich der B20 und mündet auf Höhe Schwadorf in die A 1 ein.
Auf Basis eines umfassenden Variantenvergleichs der Trassen westlich und östlich der B20 hat sich die Variante westlich der B20 gegenüber der östlichen durchgesetzt.

Nach Vorstellung der Trassenempfehlung in der Öffentlichkeit im Mai 2008 wurde eine Absichtserklärung zur S 34 zwischen BMVIT, Land NÖ und der ASFINAG geschlossen, welche eine  Realisierung einer Westvariante von St. Pölten/Hafing (B1) bis Wilhelmsburg Nord (B20) vorsieht.

Die Anbindung der B334 Umfahrung Wilhelmsburg an die S 34 und auch die Verbindung von der B39 im Bereich der Anschlussstelle Völtendorf bis zur B20 werden vom Land Niederösterreich umgesetzt. Deren anschließender Abschnitt, der eine Querung der B20 und der Traisental Bahn sowie eine Anbindung des Betriebsgebiets Wörth vorsieht, wird vom Land Niederösterreich, der Stadtgemeinde St. Pölten und den ÖBB akkordiert und fällt nicht in die Kompetenz der ASFINAG. Weitere eventuell anfallende Maßnahmen im Landesstraßennetz werden ebenfalls vom Land Niederösterreich geplant und errichtet.

Dank der beschriebenen Ergänzung kann die S 34 die angestrebten Entwicklungsziele für die Region noch besser erfüllen.

Eine mögliche Anschlussstelle Texingtal/Sierningtal wird durch die ASFINAG geprüft. Sofern diese nach rechtlichen, technischen und finanziellen Aspekten entspricht, soll sie bis zur angestrebten Verkehrsfreigabe der S 34 umgesetzt werden.

Im Rahmen des Vorprojekts wurden entlang der S 34 Westtrasse im Bereich Völtendorf zwei alternative Varianten „Völtendorf West“ und „Völtendorf Ost“ zusätzlich untersucht. Die Variantenprüfung wurde im Wesentlichen  im April 2009 abgeschlossen. Die Variante „Völtendorf West“ hat sich als die bessere erwiesen.


Ziel des Vorprojektes, ist es einerseits, die umfangreichen Planungstätigkeiten der letzten Jahre in diesem Raum zusammenzufassen und andererseits eine Variante als Grundlage für eine Zustimmung durch das BMVIT zu empfehlen.

Das Vorprojekt dient grundsätzlich der Überprüfung der Zweckmäßigkeit, Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit von Maßnahmen.  Planerische Details werden in dieser Phase nur insoweit untersucht, also sie für grundsätzliche Feststellungen notwendig sein könnten.
Als wesentliche Bestandteile des Vorprojektes stellen das technische Projekt, eine Umwelt- und Raumuntersuchung sowie eine Nutzen-Kosten-Untersuchung dar.



Projektablaufplan

Bereits durchgeführt:

2005/2006: Strategische Prüfung im Verkehrsbereich (SP-V) durch das Amt der NÖ LandesregierungAufnahme in das Verzeichnis des Bundesstraßengesetzes im Februar 2006

2006/08:  Vorprojekt 2008
Evaluierung der vom Amt der NÖ Landesregierung übergebenen Unterlagen; Nachweis der grundsätzlichen Notwendigkeit einer hochrangigen Straßenverbindung; Querschnittsuntersuchung; Untersuchung einer Ost- und einer Westvariante, straßenbautechnische Planungen zu den einzelnen Realisierungsvarianten, Umweltuntersuchungen, Nutzen-Kosten-Untersuchungen (Variantenvergleich West/Ost)

Winter/Frühjahr/Sommer 2009
Abschluss der strategischen Untersuchungen und des Vorprojektes 2009

Nächste Bearbeitungsschritte:

Winter 2009 Vorlage des Vorprojektes 2009 zur Genehmigung beim BMVIT

2009/2010  Einreichprojekt und materienrechtliche Einreichungen
Detailausarbeitung der aus dem Vorprojekt empfohlenen Trassenvariante im Westen der B20, Erstellung der Umweltverträglichkeitserklärung und der Einreichoperate für die Materienrechtsverfahren (Forstrecht, Wasserecht, Naturschutzrecht und dgl.)

2010  Durchführung der UVP inklusive Materienrechte; §4-Bescheid, Materienrechtsbescheid

2010/2011   Bauprojekt
Erstellung des Ausschreibungsprojektes und anschließend des Ausführungsprojektes unter Berücksichtigung der Auflagen aus den einzelnen Verfahren sowie Grundeinlöse

2010 – 2014 Bauarbeiten

2014   frühestmögliche Verkehrsfreigabe

Anmerkung: Alle angegebenen Daten stellen verfahrenstechnisch mögliche Termine dar.



Technische Daten

Abb: Streckengrafik S34 (Eine größere Darstellung findet sich im Downloadbereich!)



Öffentlichkeitsarbeit

Die ASFINAG BMG ist als Projektträger bemüht, mit der Bevölkerung vor Ort Anliegen zu diskutieren und entsprechende Lösungsvorschläge zu erarbeiten.

Aufgrund der langjährigen Erfahrung im Bereich der Bundesstraßenplanung haben die Einbeziehung der Öffentlichkeit und eine bürgernahe, transparente Planung für die ASFINAG in der Abwicklung der Projekte einen sehr hohen Stellenwert.

Die Information der Bürger über den Fortschritt der Planungen wird seitens der ASFINAG auch weiterhin durch Planungsausstellungen, Gespräche mit Bürgerinitiativen und NGOs, Info-Foldern für Anrainer und durch Veröffentlichung aktueller Informationen auf dieser Website erfolgen.

Informationstätigkeiten im Überblick

- November 2007
Planungsausstellung in St. Georgen

- Mai 2008
Planungsausstellung in St. Georgen

- Oktober 2008
Sprechtag in Spratzern

- Februar 2009
Sprechtag in St. Pölten

- Mai 2009
Planungsaustellung in St. Pölten



Kontakt

Ing. Leopold Lechner
ASFINAG BMG, Projektleiter S 34
Telefon : +43 (0) 50108 – 14361 / mobil: 0664 60108 14361
leopold.lechner@asfinag.at



Fakten

Gesamtlänge:

ca. 9,0 km


Geplanter Baubeginn/Verkehrsfreigabe:

2010 / 2014


Gesamtkosten:

ca. ¤ 169 Mio.


Download


Streckengrafik


S 34 aktuell, April 2009


S 34, Luftbildlageplan Trasse West





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