Wussten Sie Archiv

Hitze bringt Autobatterien ins Schwitzen

In den Sommermonaten wird oft vergessen, Autobatterien prüfen zu lassen. Dieses Thema ist für viele Autofahrer nur im Winter evident. Doch Vorsicht: Nicht nur Kälte, sondern auch große Hitze setzt den Starterbatterien mächtig zu. Deren Verschleiß ist bei Hitze sogar stärker als bei Kälte.

Energiefresser an Bord

Die Leistungsanforderung an Autobatterien ist in den vergangenen Jahren durch immer mehr Bordelektronik massiv gestiegen. An der Batterie hängen unter anderem Licht- und Klimaanlagen, Öl- und Wasserpumpe, Scheibenwischer, Kühlerlüfter und Heizung. Zusätzlich eingebaute Energieverbraucher wie Multi-Media-Geräte, Standheizungen, Navis oder Kühlboxen können die Energiebilanz extrem belasten und damit zum Ausfall der Starterbatterie führen. Sind derartige Energiefresser an Bord, sollte eine stärkere Batterie nachgerüstet werden, um bösen Überraschungen vorzubeugen.

Prüfen ehe der Akku zum Akutfall wird

Eine genaue Auskunft über den Zustand der Batterie bieten Werkstätten und Autofahrerorganisationen. Eine Spannung von 13 bis 14 Volt zeugt von einer völlig intakten Autobatterie. Liegt die Spannung um die zehn Volt, dann ist dies ein sicheres Anzeichen für eine defekte Batterie. Im günstigsten Fall hilft eine Vitalkur am Ladegerät. Wenn dieses jedoch zu alt ist – bereits ab vier Jahren kann es kritisch werden – dann hilft nur ein Austausch.

Pflege tut jeder Batterie gut

Starterbatterien gelten zwar gemeinhin als „wartungsfrei", was aber einen jährlichen Check nicht ausschließen sollte. Zu prüfen ist hier zum einen der Flüssigkeitsstand. Dies erfolgt je nach Batterietyp und Einbauanlage entweder äußerlich oder nach Aufschrauben der Stöpsel. Bei den heute weit verbreiteten, komplett gekapselten Batterien ist ein Nachfüllen allerdings nicht mehr notwendig. Außerdem sollten die Polklemmen fest sitzen. Eventuelle Schmutzkrusten an den Polen stets abbürsten und anschließend mit speziellem Polfett bestreichen.

Starthilfe-Kurzanleitung

Mit rotem Kabel Pluspol A mit Pluspol B verbinden. Mit schwarzem Kabel Minuspol A mit Motorblock verbinden. Motor A starten, Motor B versuchen zu starten. Motor B erfolgreich gestartet. Alle Kabel entfernen. Mit Motor B möglichst über Land rund 30 Minuten fahren, um Batterie aufzuladen.

Weiterführende Links