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Kostenbeteiligung von Dritten

Baumaßnahmen im Autobahnnetz werden nicht nur von der ASFINAG finanziert. Eine eigene Richtlinie regelt, dass auch Länder und Gemeinden, die von Projekten profitieren, entsprechend mitfinanzieren sollen. Zielsetzung bei von Dritten geforderten Projekten und Maßnahmen ist es, die zusätzlich für die ASFINAG entstehenden Kosten an diese weiter zu verrechnen.

Wer profitiert, der zahlt

Bei der Erfüllung ihrer Aufgaben ist die ASFINAG vermehrt mit Projekten und Maßnahmen konfrontiert, deren Umsetzung im Interesse mehrerer Beteiligter – Dritter – liegt. Besonders Anschlussstellen erweisen sich oft als „Magnet" für Betriebsansiedlungen, deren Wertsteigerung beziehungsweise Wertschöpfung jedoch der ASFINAG nur indirekt und in geringem Ausmaß zu Gute kommt. Als kundenfinanzierter Autobahnbetreiber ist ist es daher ein legitimes Interesse, jene Infrastrukturkosten, die über den eigenen Nutzen wie etwa Mauteinnahmen hinausgehen, von Dritten mitfinanzieren zu lassen. In diesen Fällen erfolgt die Finanzierung in der Regel nach dem Prinzip: Aufteilung der Kosten aliquot zum Nutzen.

Neue Lärmschutzwände schützen 2.500 Anrainer

Ähnliche Kostenteilungsmodelle werden auch für die Errichtung von Lärmschutzwänden angewendet. Konkret erfolgt dies derzeit beispielsweise auf der A 10 Tauern Autobahn im Bereich der Gemeinde Grödig in Salzburg. Lärmmessungen zufolge wäre im Prognosejahr 2022 die Schallimmission an 299 Wohngebäuden rund um Grödig über den Grenzwerten gelegen. Durch die Errichtung von insgesamt rund 22.000 Quadratmeter Lärmschutzwänden wird der Lärmpegel um fünf bis acht Dezibel reduziert. Das entspricht einer deutlich wahrnehmbaren Verringerung der Schallsituation. Bei dem Großteil der Gebäude kann somit der Grenzwert nicht nur eingehalten, sondern auch unterschritten werden. Für rund 2.500 Anrainer bringt dies eine wesentliche Verbesserung der Lebensqualität. Die Gemeinde Grödig beteiligt sich daher an der Finanzierung der neuen Lärmschutzwände mit 260.000 Euro.
 

Neue Lärmschutzwände für Grödig
Optimierter Schutz für 2.500 Anrainer

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