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Schadstoffe und deren Auswirkungen auf die Umwelt

CO2, NOx, PM – man riecht und sieht sie nicht: Die Schadstoffe in unserer Luft. Aber woher kommen sie, wie hoch ist ihr Anteil und welche schädlichen Auswirkungen können sie haben? Wir klären auf.

Die positive Nachricht: Trotz deutlicher Zunahme des Straßenverkehrs in Österreich gibt es bei vielen Schadstoffen deutliche Verbesserungen. So sind die für die Smogbelastung mitverantwortlichen Stickstoffoxid-Emissionen (NOx) der Pkw durch die Katalysatorpflicht beim Benzin-Fahrzeug deutlich gesunken. Der Dieselboom führte zwar zwischenzeitlich zu einem Anstieg dieser Verkehrsemissionen. Dies wird jedoch jetzt durch die neuen Euro-6-Abgasnormen abgefangen. Diese schreiben nicht nur Partikelfilter, sondern auch Katalysatoren für Dieselfahrzeuge vor, wodurch sich auch der verkehrsbedingte Kohlenmonoxid-Ausstoß (CO) verringert.

Ruß-Partikel: Nur sechs Prozent vom Straßenverkehr

Partikel (engl. „Partikulate Matters", PM) sind feste Teilchen in der Luft, die sich als Feinstaub in den Lungenbläschen ablagern und schädliche Auswirkungen haben können. Den Großteil dieser Partikel erzeugen Kleinverbraucher, also private Haushalte und Gewerbe, die Industrie und Heizwerke. Lediglich sechs Prozent kommen vom Straßenverkehr. Damit beträgt der verkehrsbedingte Partikel-Ausstoß sogar weniger als jener der Landwirtschaft, der mit rund 16 Prozent zu Buche schlägt.

Kohlendioxid – verantwortlich für Klimawandel

Der Schadstoff Kohlendioxid (CO2), verantwortlich für Erderwärmung, Treibhauseffekt und Klimawandel, steigt weiter an. Die größten Verursacher sind auch hier, ähnlich wie bei den Partikeln, Heiz- und Kraftwerke, die Land- und Forstwirtschaft und Industrie. Der Anteil des heimischen Straßenverkehrs liegt laut Umweltbundesamt derzeit bei rund 18 Prozent.

Den Anstieg der Kohlendioxid-Emissionen in den Griff zu bekommen ist, trotz großer Anstrengungen zahlreicher Länder, bislang nicht gelungen – nicht zuletzt, weil große „Verschmutzer" wie die USA und Russland das Kyoto-Protokoll nicht ratifiziert haben. Dieses sieht vor, den jährlichen Treibhausgas-Ausstoß der Industrieländer sukkzessive zu reduzieren.

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