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Vorsicht bei Mietautos – Fallen nicht ausgeschlossen

Sommer, Sonne, Urlaubszeit: Sie fliegen in den Urlaub und wollen Ihr Reisegebiet erkunden? Deshalb mieten Sie am Urlaubsort ein Auto. Aber Achtung: Nicht jede Leihwagenfirma hält, was Sie verspricht. Immer wieder gehen Urlauber Betrügern auf den Leim. Lassen Sie sich nicht über den Tisch ziehen – wir geben Ihnen ein paar hilfreiche Tipps.

Übernahme des Mietautos

Ein gründlicher Rundgang um das Auto vor Übernahme ist angesagt, um den äußeren Zustand des Fahrzeugs zu überprüfen. Achten Sie dabei vor allem auf abgefahrene Reifen und testen Sie Grundlegende Technik wie Bremsen und Licht. Auch kleinere Mängel wie Kratzer, Roststellen, Beulen oder andere Blechschäden sollte man sich vor Übernahme unbedingt vom Vermieter schriftlich bestätigen lassen. Eine spätere Reklamation bei der Rückgabe des Autos endet oft als Streitfall.

Schriftlicher Mietvertrag

Was auch immer Ihnen versprochen wird, ein schriftlicher Mietvertrag ist das Um und Auf, um spätere Diskussionen zu vermeiden. Halten Sie darin alles fest, was Ihnen wichtig erscheint (etwaige Schäden, Tankregelung, wer darf lenken, Kindersitz, Endreinigung) und regeln Sie alle etwaigen Unklarheiten.

Wer tankt wann, was und wie viel?

In der Regel wird das Mietauto vollgetankt zur Verfügung gestellt. Ist dies und die Rückgabe mit vollem Tank im Mietvertrag vereinbart, prüfen Sie die Tankanzeige dennoch vor Übernahme des Fahrzeugs. Ist der Tank nicht voll, reklamieren Sie unbedingt sofort!

Manche Vermieter bieten als „Sonderservice" an, das Fahrzeug nach Rückgabe selbst wieder aufzutanken. Dabei ist Vorsicht geboten: Meist kommt dies wesentlich teurer als wenn man selber zur Tankstelle fährt, und außerdem lässt sich die verrechnete Menge schwer kontrollieren. Die Tankregelung auf jeden Fall im Vorfeld genau abklären - auch die Art des Sprits (Benzin oder Diesel).

Notwendige Dokumente

Mietwagenfirmen verlangen als Zahlungsmittel meistens Kreditkarten. Am besten im Vorfeld erkundigen, welche Dokumente zusätzlich benötigt werden (Führerschein, Pass oder Personalausweis).

Wer ist lenkberechtigt?

Wer mit dem Leihfahrzeug fahren darf, ist im Mietvertrag festzuhalten. Versicherungsschutz besteht nur für jene Person, die im Vertrag angeführt ist. Übrigens: Zusatzgebühren für weitere Lenker sind in Europa nicht vorgeschrieben – diese wären günstiges „Körberlgeld" für Mietwagenfirmen. Sollten der Autovermieter für weitere Lenker eine Gebühr verrechnen, können Sie versuchen diese zu reklamieren.

Pannenausrüstung

Die gesetzlichen Mitführpflichten sind in Europa unterschiedlich. Diese gelten auch für Mietautos. Mietwagenfirmen stellen die gesetzlich geforderte Ausstattung jedoch nicht immer automatisch zur Verfügung. Am besten daher im Vorfeld nachfragen, was im jeweiligen Ausland im Auto mitgeführt werden muss (Autoapotheke, Warnweste, Pannendreieck, Ersatzlampenset).

Was tun bei Panne oder Unfall?

Damit Ihnen das Glück im Unglück nicht abhanden kommt, verständigen Sie im Fall einer Panne, eines Unfalls oder bei Diebstahl sicherheitshalber immer die Polizei. Stellen Sie außerdem einen Europäischen Unfallbericht aus. Diesen nehmen Sie am besten schon von zu Hause mit. Am Seitenende haben wir Ihn als Download zur Verfügung gestellt.

Versteckte Kosten und Fallen

Vorsicht vor der Kostenfalle: Bearbeitungsgebühren und Kilometerbegrenzung sind unüblich, Reinigungskosten können extra anfallen und Service- und Tankgebühren werden verrechnet, sofern die vereinbarte Tankregelung nicht eingehalten wird.

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