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Was ist ein Geschwindigkeitstrichter?

Vor Baustellen, gefährlichen Streckenabschnitten oder vor Tunneleinfahrten sind im Sinne der allgemeinen Verkehrssicherheit Geschwindigkeitsbeschränkungen eingerichtet. In diesen Bereichen kommt es meist zum Einsatz des so genannten Geschwindigkeitstrichters. Was damit gemeint ist, erfahren Sie hier.

Unter einem Geschwindigkeitstrichter versteht man die geregelte Abfolge von Geschwindigkeitsbeschränkungen. Innerhalb auch kurzer Strecken erfolgt damit eine schrittweise Herabsetzung der zulässigen Geschwindigkeit. Vor einer Baustelle zum Beispiel eine Reduktion von 130 km/h über 100 km/h, 80 km/h bis hin zu 60 km/h vor der Einfahrt und durch den gesamten Baustellenbereich.

 

Dieser Vorgang dient der Harmonisierung der Geschwindigkeiten, um abrupte Fahr- und Bremsmanöver zu vermeiden. Wann und wo eine Geschwindigkeitsbeschränkung dieser Art zum Einsatz kommt, ist in § 97 der Straßenverkehrsordnung (StVO) geregelt. Dieser besagt in Absatz 5 unter anderem: 'Die Organe der Straßenaufsicht sind berechtigt, (...) die aus Gründen der Verkehrssicherheit allenfalls notwendigen Verkehrsbeschränkungen (z.B. sogenannte Geschwindigkeitstrichter) anzuordnen und durch Straßenverkehrszeichen kundzumachen sowie eine allenfalls notwendige Regelung mit Lichtzeichen vorzunehmen. Art, Zeit und Dauer der angeordneten Verkehrsbeschränkungen sind in einem Aktenvermerk (§ 16 AVG) festzuhalten'. Zeitlich begrenzt werden Geschwindigkeitstrichter vor Baustellen eingesetzt, dauerhaft vor Tunneleinfahrten oder bei Autobahnknoten.

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