SICHER DURCH DEN TUNNEL

Bis 2019 investiert die ASFINAG rund 1,5 Milliarden Euro in die Tunnelsicherheit. Nicht umsonst zählen Österreichs Tunnel zu den modernsten und sichersten in Europa. Kunden können sich bei der Fahrt durch den Tunnel sicher fühlen und sicher sein. 

Wir investieren sehr viel Geld und Hightech damit unsere Tunnel noch sicherer werden", sagen die beiden ASFINAG Vorstände DI Alois Schedl und Dr. Klaus Schierhackl, "Verkehrssicherheit ist aber Teamwork. Nur wenn alle Verkehrsteilnehmer mittun, dann klappt es. Unser Ziel ist klar: Wir wollen mehr Verkehrssicherheit und weniger Unfälle. Wie Sie sich richtig im Tunnel verhalten, sehen Sie in unserem Video."

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier gib es das Video zum Download

 

VERHALTEN VOR DER EINFAHRT IN DEN TUNNEL

  • Geschwindigkeitsbeschränkungen beachten
  • Sonnenbrille abnehmen
  • Abblendlicht einschalten
  • Fenster schließen
  • Lüftung auf Umluft drehen
  • Sender mit Verkehrsfunk aufdrehen
  • Bei roter Ampel keinesfalls einfahren! 

VERHALTEN IM TUNNEL

  • Tempolimit beachten
  • Sicherheitsabstand von mindestens 2 Sekunden einhalten

VERHALTEN BEI EINER PANNE IM TUNNEL

  • Ruhe bewahren
  • In die nächste Pannenbucht begeben (diese finden Sie alle 1000 Meter)
  • Warnblinkanlage einschalten
  • Warnweste anziehen
  • Zum Notfalltelefon begeben (nicht mit dem Handy anrufen)
  • Die Höchstgeschwindigkeit im Tunnel wird für andere Fahrzeuge automatisch reduziert!

VERHALTEN IN NOTFALLSITUATIONEN IM TUNNEL

  • Ruhe bewahren
  • Im Auto bleiben, solange keine anderen Anweisungen kommen
  • Ein Mitarbeiter der ASFINAG gibt Anweisungen übers Radio
  • Wenn das Auto verlassen werden muss: Schlüssel stecken lassen und zum nächsten Fluchtweg begeben. 

"Jeder Euro ist gut angelegt, wenn es um die Sicherheit geht und Österreich ist in Sachen Verkehrssicherheit mittlerweile auf dem besten Weg Europameister zu werden", sagt Verkehrminister Alois Stöger.

Zusätzlich wurden von der ASFINAG seit Beginn der Tunneloffensive im Jahr 2000 rund vier Milliarden Euro in die Tunnelsicherheit (Tunnelneubauten, zweite Tunnelröhren, bauliche und elektromaschinelle Maßnahmen inklusive Generalerneuerungen sowie in den Ausbau der Überwachungszentralen) investiert. Bis 2019 fließen rund 1,5 Milliarden Euro in die Tunnelsicherheit im Netz der ASFINAG. 

"Aber ohne Mitwirkung der Verkehrsteilnehmer, ohne richtiges Verhalten nützt es auch nichts, wenn die Infrastruktur perfekt ist. Deswegen sind Kampagnen wie diese so wichtig, weil nur eine Verhaltensänderung die Straßen noch sicherer macht", sagt Othmar Thann, Direktor vom Kuratorium für Verkehrssicherheit. 

Neben zahlreichen  laufenden und geplanten Projekten und Investitionen in die Tunnelausrüstung  setzt die Asfinag auch auf innovative Lösungen, die nachweislich zur Tunnelsicherheit beitragen:

(c) asfinag
Thermoscanner

THERMOSCANNER

In der Praxis bewährt hat sich auch der Thermoscanner vor dem Karawankentunnel, der überhitzte Schwerfahrzeuge und Busse zum Abkühlen aussortiert. Mit dieser Technologie, die in dieser Art europaweit einzigartig eingesetzt ist, verhindert die ASFINAG bereits im Vorfeld, dass im Tunnel eventuell ein Fahrzeugbrand ausbricht. Seit dem Start im Mai 2012 wurden bereits mehr als 500 überhitzte Schwerfahrzeuge vor dem Karawankentunnel zum Abkühlen ausgeleitet. Das System – Spezialkameras scannen Fahrzeuge auf überhitzte Teile wie etwa Bremsen, Turbolader oder auch Motor - kommt jetzt auch bei anderen Tunnelanlagen zum Einsatz, darunter zwei Anlagen beim Gleinalmtunnel (beide Fahrtrichtungen) und jeweils eine bei Bosrucktunnel, Tauern- und Katschbergtunnel sowie beim Semmeringtunnel. In Summe sind dafür knapp zwölf Millionen Euro geplant. Beim Arlbergtunnel sind ebenfalls zwei Thermoscanner-Anlagen vorgesehen, diese sind schon in Bau und sollen im Herbst in Betrieb gehen.

(c) asfinag
AKUT - Tunnel mit "Ohren"

AKUT - TUNNEL MIT "OHREN"

Mit der steirischen Forschungsgesellschaft Joanneum Research hat die ASFINAG das akustische Tunnelmonitoring zur Serienreife gebracht, das nun in mehr als 30 Tunnelanlagen, vor allem in langen Tunneln, eingebaut wird. Dabei nehmen Mikrofone im Tunnel alle Geräusche auf, eine Software in den Überwachungszentralen filtert die normalen Geräusche heraus und schlägt bei unüblichen Alarm (splitterndes Glas, Stimmen). Der Zeitgewinn kann bis zu zwei Minuten betragen – im Fall eines Unglücks kann diese Zeitspanne lebensrettend sein.

(c) asfinag
Sprühnebelanlagen

SPRÜHNEBELANLAGEN

Eine Besonderheit, die bereits beim Citytunnel auf der A 14 Rheintal Autobahn im Einsatz ist, wird auch bei anderen Tunnelanlagen umgesetzt. Der Walder Tunnel auf der A 9 in der Steiermark, Liefering bei Salzburg sowie der Arlbergtunnel bekommen diese Brandbekämpfungsanlage. Die Hochdruck-Sprühnebelanlage garantiert den Brandschutz im absoluten „worst case". Die Anlage kann 90 Minuten lang mit Sprühnebel den Brand bekämpfen, ein eigenes Reservoir speichert dafür Hunderte Kubikmeter Wasser. Die Kosten dafür betragen pro Kilometer 1,5 Millionen Euro.

TAUERNTUNNEL ALS TESTSIEGER
Der ÖAMTC kürt im Zuge der regelmäßigen Überprüfungen den Tauerntunnel in Salzburg zum Testsieger vor einem Tunnel in den Niederlanden. Bestnoten erhalten auch der Katschbergtunnel (A10), der Pfändertunnel (A14), der Roppenertunnel (A12) sowie der Ganzstein- und der Tanzenbergtunnel (S6).