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BETRIEB

Die ASFINAG Service GmbH und die ASFINAG Alpenstraßen GmbH sind für die Abwicklung des operativen Betriebes der Autobahnen und Schnellstraßen einschließlich der Erhaltung der dazu notwendigen Infrastruktur und Sicherstellung einer optimalen Kundeninformation zuständig. Sie sind in ihrem jeweiligen Betreuungsgebiet (ASFINAG Alpenstraßen GmbH für Tirol und Vorarlberg, ASFINAG Service GmbH für die übrigen Bundesländer) für alle Tätigkeiten der betrieblichen und elektromaschinellen Erhaltung sowie des Bestands- und Verkehrsmanagements verantwortlich. Alle strukturellen und operativen Maßnahmen werden an den strategischen Zielen wie zum Beispiel Erhöhung der Kundenzufriedenheit, Sicherstellung der Streckenverfügbarkeit, Verbesserung der Verkehrssicherheit, Optimierung der Leistungsstandards und Wirtschaftlichkeit ausgerichtet.

Insgesamt sind 2.175 Kilometer Strecke instand zu halten, Rastplätze und Parkplätze sind zu reinigen. Im Winter muss geräumt werden, im Frühjahr beginnen die Ausbesserungs- und Erneuerungsarbeiten, der Grünschnitt steht an und technische Einrichtungen sind zu kontrollieren. Die Tunnelanlagen müssen gewaschen werden und die Sicherheitseinrichtungen sind zu überprüfen. In den Tunnelwarten sitzen das ganze Jahr über Mitarbeiter, die das Tunnelgeschehen beobachten, um bei Vorfällen sofort eingreifen zu können und um so die Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Die Mitarbeiter der Verkehrsleitzentrale in Inzersdorf überwachen die mit Streckenkameras ausgerüsteten Bereiche, um auf Störungen im Verkehrsfluss zu reagieren. So können die Verkehrsteilnehmer rasch über Behinderungen informiert und Rettung, Feuerwehr, Polizei oder Autobahnmeisterei schnell zu Hilfe geholt werden. Im Winterdienst sind zum Beispiel rund 1.500 Mitarbeiter 24 Stunden täglich im Einsatz, um die Autobahnen und Schnellstraßen befahrbar zu halten. Dazu werden modernste technische Hilfsmittel eingesetzt, von der punktgenauen Wettervorhersage bis zur computergesteuerten Ausbringung von Streumitteln.


ASFINAG Mobilitätsmanagement – intelligent leiten

Urlaubszeit bedeutet Stauzeit. Wissenschaftliche Studien haben ergeben, dass plötzlich durchgeführte Bremsvorgänge von Schnellfahrern, die dem Vordermann vor allem bei dichtem Verkehr zu nahe kommen, Kettenreaktionen auslösen und die ganze Kolonne zum Stillstand bringen können.
Dieses Phänomen zu minimieren, ist eine der Aufgaben der ASFINAG Verkehrssteuerung.

Verkehr erfassen, analysieren und steuern

Verkehrstelematik verbindet Informations-, Kommunikations- und Automatisierungstechnologie zu einem intelligenten Regelkreis. Am Anfang steht die flächendeckende Verkehrsdatenerfassung und am Ende ein Mehr an Sicherheit, Fahrkomfort und Leistungsfähigkeit.

Was kompliziert klingt, ist leicht erklärt: Mehr als 2.000 Sensoren entlang der österreichischen Autobahnen und Schnellstraßen erheben alle verkehrsrelevanten Daten wie

  • Verkehrsfrequenzen, Geschwindigkeit und Abstand der Fahrzeuge zueinander
  • Wetterdaten wie Regen oder Schneefall und Fahrbahnverhältnisse wie Feuchtigkeit oder Glätte
  • Lärm- und Schadstoffemissionen
  • besondere Ereignisse wie Geisterfahrer, Unfälle, Pannen oder Baustellen

Passiert etwa ein Unfall, registrieren diese Sensoren, dass der Verkehrsfluss langsamer wird oder ganz zum Erliegen kommt. Die Anlage drosselt vollautomatisch und schrittweise die Geschwindigkeiten. Dies wird draußen auf der Strecke mit einem sogenannten Geschwindigkeitsrichter angezeigt. Zu sehen ist dann auf den Verkehrsbeeinflussungsanlagen vor dem Ereignis zum Beispiel eine Reduktion auf 100 km/h, 80 km/h bis herunter auf gegebenenfalls 60 km/h, um so die Autofahrer rechtzeitig auf ein Stauende aufmerksam zu machen.

Der Operator in der ASFINAG Verkehrssteuerung hat alle Strecken, die mit Verkehrsbeeinflussungsanlagen ausgestattet sind, auf seinem Arbeitsplatz abgebildet. Läuft der Verkehr reibungslos, sind die Streckenzüge grün eingefärbt. Sobald jedoch Veränderungen von den Sensoren bemerkt werden, verändern sich die Farbgebungen auf Orange bis Rot. Dadurch kann der Operator sofort reagieren, den betroffenen Streckenzug von einer der rund 500 digitalen Videokameras entlang des österreichischen Autobahn- und Schnellstraßennetzes erfassen lassen, das Kamerabild aufschalten und Kontakt zur Exekutive aufnehmen, um gegebenenfalls zusätzlich Maßnahmen wie Fahrstreifensperren zu veranlassen.

So lassen sich Auffahrunfälle, die einen Großteil der allgemeinen Unfallursachen ausmachen, minimieren.

Aktiv gegen Stau – Harmonisierung des Verkehrs

Studien untermauern, was die Praxis bereits zeigt: Bei einer gleichmäßigen Durchschnittsgeschwindigkeit zwischen 70 bis 80 km/h stellt sich ein optimaler Verkehrsfluss ein. Das bedeutet, dass bei dieser Geschwindigkeit bei dichtem Verkehrsaufkommen die optimale Anzahl an Fahrzeugen pro Stunde durch einen Streckenabschnitt gebracht werden kann. Erreicht wird die Harmonisierung des Verkehrs wie auch in Ereignisfällen durch die Sensorendaten, die in den Hauptrechner der ASFINAG Verkehrssteuerung eingespeist werden. Dort errechnen hochmoderne Verkehrsmodelle die zu schaltenden Geschwindigkeiten, die wiederum in Echtzeit auf die Verkehrsbeeinflussungsanlagen und damit zum Kunden auf der Strecke geschaltet werden und ein gleichmäßiges Vorankommen des Fließverkehrs gewährleisten.

Das Rechenzentrum

Eine intelligente Verkehrsinfrastruktur ist die Basis eines modernen und kundenorientierten Gesamtverkehrssystems. Seit 2005 ist die steuernde Zentrale in Wien-Inzersdorf das Herzstück des zukunftsweisenden, bundesweiten Verkehrsmanagement- und Informationssystems der ASFINAG. In den Hochgeschwindigkeitsrechnern der Zentrale werden alle gesammelten Daten in Echtzeit ausgewertet und verarbeitet.

Auf Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen finden sich zur Informationsweitergabe an die Autofahrer rund 340 km Streckenbeeinflussungsanlagen inkl. der Anlagen in Luft-Immissionsschutz-Gebieten und rund 630 km Netzbeeinflussungsanlagen, über die mittels Wechseltextanzeigen beispielsweise Umleitungen geschaltet werden können. Von der Abteilung Verkehrsmanagement der ASFINAG werden diese Anlagen rund um die Uhr betrieben und betreut.

Während in anderen Ländern eine Vielzahl an Insellösungen ein einheitliches Verkehrsmanagement erschwert, ermöglicht die zentrale Steuerung des gesamten österreichischen Autobahnen- und Schnellstraßennetzes eine optimale Koordination. Als einzige Schnittstelle mit rund 30 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen ist die ASFINAG Verkehrssteuerung verantwortlich für

  • die flächendeckende Verkehrsdatenerfassung von rund 2.175 km Autobahnen und Schnellstraßen
  • die Steuerung und Wartung der Verkehrsbeeinflussungsanlagen
  • die Steuerung und Wartung der Anlagen zur Einhaltung der Grenzwerte von Lärm- und Schadstoffemissionen
  • die Steuerung und Wartung der Netzbeeinflussungsanlagen (Wechselwegweiser) sowie für die Weitergabe von Verkehrsinformationen auf Wechseltextanzeigen
  • die Harmonisierung und Abstimmung der Verkehrssteuerung mit anderen europäischen Verkehrsleitzentralen

Flexible Anzeigensysteme

Über dynamische Informationstafeln mit Hinweisen in Text- oder Zeichenform auf Überkopfbrücken oder Wechselverkehrszeichen werden die Verkehrsteilnehmer während der Fahrt in Echtzeit über Ereignisse im nachfolgenden Streckenabschnitt informiert bzw. zu entsprechenden Verhaltensweisen aufgefordert. Verkehrsinformationen werden aber auch mittels Wechselwegweiseranzeige mit veränderbareren Zielen oder Signalleuchten übertragen.

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Zusätzliche Informationen: