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Projekt „Testfeld Telematik“:

Kooperative Dienste sind Telematik- Services, die verschiedenste Daten von Verkehrsinfrastruktur und Fahrzeugen sammeln, interpretieren und zusammenführen, um sie dann dem Verkehrsteilnehmer direkt im Fahrzeug auf einem Anzeigegerät als Informationsdienste zur Verfügung zu stellen.
Ziel ist eine völlig neue Qualität an Informationsdiensten für urbane Mobilität, um sich im Verkehr effizienter, sicherer und umweltverträglicher bewegen zu können. Besonders wichtig ist dabei auch, dass der attraktive und einfache Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel („comodale Verkehrsauskunft“) unterstützt wird.
Im Forschungsprojekt Testfeld Telematik erprobt ein Konsortium aus Forschung, Industrie und Öffentlichen Unternehmen, wie solche kooperativen Dienste gestaltet und eingesetzt werden müssen, damit sie optimal zu mehr Sicherheit, Effizienz und umweltverträglicher Mobilität im Verkehrsnetz beitragen. International waren österreichische Telematik-Akteure bei europäischen Pilotprojekten zu kooperativen Diensten federführend erfolgreich beim Nach-weis der technischen Machbarkeit. Das Testfeld Telematik baut auf dieser österreichischen Stärke auf und bündelt erstmals alle österreichischen Industrieunternehmen, um international sichtbare Antworten für eine europaweite Umsetzung und einen österreichischen Zeitvorsprung zu erarbeiten. Für eine nachhaltige Verbesserung der österreichischen Wettbe-werbsposition werden die Erfahrungen und Konsequenzen kooperativer Dienste für Straßenbetreiber und Städte von einem internationalen Studienteam verifiziert.  Damit wird österreichische Technologie rasch auch von anderen europäischen Vorreitern zur erfolgreichen Bewältigung von verkehrspolitischen Herausforderungen eingesetzt.
Das Testfeld umfasst im Wesentlichen den Bereich der Autobahnen A 2 / A 23 - A 4 - S 1 sowie die Verknüpfung zum Öffentlichen Verkehr („comodal“) im Wiener Bereich. TestfahrerInnen wer-den in diesem Gebiet rund ein Jahr lang die entwickelten kooperativen Dienste erfahren und testen können.
Nähere Informationen unter: www.testfeld-telematik.at

Projekt „Verkehrsauskunft Österreich“:

 Ziel des Projekts „Integrierte Verkehrsdatenplattform“ ist die Definition und Umsetzung einer österreichweiten multimodalen Verkehrsauskunft für MIV, ÖV sowie Rad- und Fußgängerverkehr, also einer „Verkehrsauskunft Österreich“.
Den VerkehrsteilnehmerInnen stehen damit erstmals Verkehrsinformationen und Routing für ganz Österreich und für alle Verkehrsartenmit höchster Qualität zur Verfügung. Diese Innovation ist ein Meilenstein auf dem Weg zu einem noch effizienteren, ökologischeren, sichereren und komfortableren Verkehrsgeschehen in Österreich.
Am Ende der Projektlaufzeit steht allen VerkehrsteilnehmerInnen ein gemeinsamer Ver-kehrsauskunftsdienst aller beteiligten Partner zur Verfügung. Die Ergebnisse können darüber hinaus auch in den eigenen Auskunftsdiensten der Projektpartner verwendet sowie dritten Anbietern von Endkundeninformation angeboten werden.

Projekt „Mobiler Empfang von Verkehrsinfo via DVB“:

Ziel des Projekts ist die Entwick-lung eines DVB-T2 Pilotversuchs zur Realisierung eines multimedialen und vor allem userfreundlichen Informationsdienstes zur Übertragung von aktueller Verkehrsinformation direkt in das Fahrzeug.
Derzeit ist RDS-TMC der einzige Broadcast-Kanal zur Übertragung von Verkehrsinformation ins Fahrzeug. Die Übertragungsbandbreite ist gering - gleichzeitig stehen dem ORF und der ASFINAG immer mehr Verkehrsinformationen inkl. wertvoller Zusatzinformationen (wie z.B. Wetterdaten, Verkehrskameras) zur Verfügung. Dem gegenüber steht mobiles Internet, das aufgrund der Smartphones immer mehr auf dem Vormarsch ist und mit der Möglichkeit von Flatrates zukünftig eine ernst zu nehmende Konkurrenz für die Broadcaster in der Übertra-gung von Verkehrsinformation sein kann.
Mittel- bzw. langfristig stellt sich die Situation laut Aussage von Verkehrsexperten wie folgt dar: Spätestens im Jahre 2025 wird ein kooperatives Verkehrsmanagement, das heißt ein aktives Zusammenwirken von Fahrzeug und Infrastruktur realisiert sein. Damit ist zukünftig zur Verkehrssteuerung keine straßenseitige Verkehrsinfrastruktur, wie die derzeitigen Wech-selverkehrszeichen der VBA, mehr erforderlich. Der Datenaustausch erfolgt dann zwischen Infrastruktur und Fahrzeug (infrastructure to vehicle) bzw. zwischen den Fahrzeugen untereinander (vehicle to vehicle). Wieweit sich die Technologien, sei es Broadcast oder mobiles Breitband durchsetzen, ist derzeit offen. Rundfunkbetreiber wie Straßenbetreiber müssen jedoch ein großes Interesse daran haben, dass auch zukünftig Broadcast DER kostenlose Übertragungsweg ins Fahrzeug bleibt.

Projekt „HI-MONI“:

Ziel des Projektes HI-MONI (Highway Monitoring) war die Entwicklung von Methoden zur zuverlässigen Erkennung von Ereignissen im Freiland unter Verwendung von Video- und Audiosensoren. Projektpartner waren Siemens, Joanneum Research, TU Graz und ftw. Um die Zuverlässigkeit des Videodetektionssystems zu erhöhen, wurde ein Audiosystem entwickelt, das mit Hilfe eines Mikrofon-Arrays und Analysealgorithmen eine verlässliche Detektion bewerkstelligt. Die Besonderheit des Projekts HI-MONI ist die Sensorfusion von Audio- und Videodaten, die das System robust gegen schlechte Umfeldbedingungen (Verdeckungen, Wetter z.B.: Nebel oder Regen, schwierige Tag / Nacht Verhältnisse) macht. Ein Prototyp befindet sich derzeit auf der A 23 in Inzersdorf im Probebetrieb.

Projekt „LKW-Stellplatzinformationssystem“:

Als ein Schwerpunkt wurde im Jahr 2010 eine Pilotierung für Lkw-Stellplatzinformation umgesetzt. Ziel war es, in einer ersten Ausbaustufe kurzfristig einen Auslastungsgrad der im Großraum Wien zur Verfügung stehenden Lkw-Stellplätze für Lkw-Fahrer bzw. Transporteure zu erheben. Die Auslastungserkennung der Lkw-Stellflächen erfolgt im Rahmen dieser laufenden Pilotierung durch die Operatoren der ASFINAG Verkehrssteuerung in Wien Inzersdorf. Zu diesem Zweck wurden die Raststa-tionen und Rastplätze im Großraum Wien mit Videokameras ausgestattet, die den Operatoren zur Beobachtung dienen. Angezeigt werden Informationen über den Auslastungsgrad sowohl straßenseitig als auch in den ASFINAG Verkehrsinformationsdiensten. Insgesamt stehen auf den ausgewählten Rastanlagen ca. 700 Lkw-Stellplätze zur Verfügung.


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