ASFINAG investiert 2017 mehr als eine Milliarde Euro

1,2 Milliarden Euro investiert die ASFINAG heuer in Autobahnen und Schnellstraßen und garantiert damit auch in Zukunft höchste Leistungsfähigkeit des Netzes und ein Höchstmaß an Verkehrssicherheit. Davon gehen 530 Millionen in den Neubau von Strecken und zweiten Tunnelröhren, 470 Millionen fließen in die Erneuerung bestehender Straßen und Tunnel. Neben „klassischen" Baumaßnahmen sind weitere 200 Millionen Euro unter anderem für die Neuerrichtung eines topmodernen Lkw-Mautsystems reserviert.

Start neuer Bauvorhaben sowie Verkehrsfreigaben 2017

Mit dem Baubeginn der S 3 Weinviertler, S 7 Fürstenfelder und der Weiterführung der S 36 Murtal Schnellstraße nimmt der Streckenneubau Fahrt auf.

S 3 Weinviertler Schnellstraße

Im Sommer soll der Bau des elf Kilometer langen S 3-Abschnittes zwischen Hollabrunn und Guntersdorf beginnen. Drei zentrale Ziele sind mit der S 3 verbunden: Kürzere Wege für die Pendlerinnen und Pendler, mehr Verkehrssicherheit und höhere Lebensqualität für 14.000 Anrainerinnen und Anrainer. Geplante Verkehrsfreigabe: 2019/2020. Investition: 132 Millionen Euro.

S 7 Fürstenfelder Schnellstraße

Für die knapp 15 Kilometer lange S 7 im Abschnitt West zwischen Riegersdorf und Dobersdorf sind die Bescheide aus der Umweltverträglichkeits-Prüfung (UVP) und den nachgelagerten Genehmigungsverfahren rechtskräftig. Im Herbst beginnen die Hauptbauarbeiten. Allein durch die Errichtung des ersten Abschnitts der S 7 entlastet die ASFINAG künftig mehr als 10.000 Menschen in den Gemeinden vom Durchzugsverkehr. Geplante Verkehrsfreigabe: 2022. Investition: 485 Millionen Euro.

S 36 Murtal Schnellstraße

Ab März nimmt die ASFINAG den zweiten Schritt zum Ausbau der S 36 zwischen St. Georgen ob Judenburg und Scheifling in Angriff. Bis zum Herbst 2020 werden insgesamt sechs Kilometer neu gebaut beziehungsweise die bestehende Bundesstraße auf das Sicherheitsniveau einer Schnellstraße ausgebaut. Das Herzstück ist dabei die fast einen Kilometer lange Unterflurtrasse Unzmarkt, die den Menschen künftig mehr Lebensqualität und Allen mehr Verkehrssicherheit bringen wird. Geplante Verkehrsfreigabe: 2020. Investition: 158 Millionen Euro.

A 5 Nord Autobahn

Ganz im Plan liegt der Weiterbau der A 5 im Abschnitt Nord (Schrick – Poysbrunn). Die neue 25 Kilometer lange Strecke bringt rund 10.000 Anrainerinnen und Anrainer der B 7 Brünner Straße und den zahlreichen Pendlern der Region große Vorteile. Geplante Verkehrsfreigabe: Dezember 2017. Investition: 283 Millionen Euro, exklusive 21 Millionen Euro Drittfinanzierung durch die EU.

A 10 Tauern Autobahn

Für den Verkehr freigegeben wird heuer auch die Umweltentlastungsmaßnahme Zederhaus an der A 10. Rund 1.200 Anrainerinnen und Anrainer erfahren damit optimalen Lärmschutz und eine wesentliche Verbesserung ihrer Lebensqualität. Geplante Verkehrsfreigabe: März 2017. Investition: 69 Millionen Euro.

Bau zweiter Tunnelröhren und Sanierung bestehender Anlagen

In die Erweiterung von Tunnelanlagen gehen heuer in Summe 148 Millionen Euro. Der zweiröhrige Ausbau bringt ein Ende des Gegenverkehrs und somit ein deutliches Mehr an Verkehrssicherheit.

A 9 Pyhrn Autobahn in Oberösterreich

An der A 9 bei Klaus gibt  die ASFINAG heuer die zweiten Röhren der Tunnelkette Klaus für den Verkehr frei: Spering-, Falkenstein-, Klauser- und Traunfriedtunnel werden bis Ende 2018 zweiröhrig ausgebaut. Geplante Fertigstellung der neuen Röhren: Herbst 2017. Dann beginnt die Erneuerung der bestehenden Röhren. Geplante Gesamtfertigstellung: 2018. Investition: 180 Millionen Euro.

A 9 Pyhrn Autobahn in der Steiermark

Bereits im Juli erfolgt die Freigabe der neuen Röhre für den acht Kilometer langen Gleinalmtunnel an der A 9. Anschließend wird die bestehende Röhre saniert und somit die letzte „Engstelle" an der Pyhrnachse beseitigt. Geplante Gesamtfertigstellung: 2019. Investition: 260 Millionen Euro.

S 16 Arlberg Schnellstraße

Ebenfalls zweiröhrig ausgebaut wird der Tiroler Perjentunel an der S 16. Aktuell ist die Hälfte der Vortriebsarbeiten in den Berg abgeschlossen. Ende 2018 ist die Freigabe der neuen Röhre vorgesehen. Im Anschluss daran wird die Bestandsröhre saniert und sicherheittechnisch aufgerüstet. Geplante Gesamtfertigstellung: Dezember 2019. Investition: 130 Millionen Euro.

In die Erhaltung und sicherheitstechnische Modernisierung bestehender Tunnel fließen heuer 171 Millionen Euro.

S 16 Arlberg Schnellstraße

Aktuell laufen die Arbeiten zur Sanierung und Verbesserung der Sicherheitseinrichtungen im Arlbergtunnel - mit 14 Kilometern der längste Straßentunnel Österreichs. 120 Millionen Euro investierte die ASFINAG bisher in Maßnahmen wie etwa die Errichtung 37 zusätzlicher Fluchtwege und acht zusätzlicher Pannenbuchten. Weitere 40 Millionen Euro sind noch bis zum Abschluss der Bauarbeiten vorgesehen. Der Tunnel verfügt dann unter anderem über eine Sprühnebel-Anlage zur Brandbekämpfung. Weitere Besonderheiten in Sachen Sicherheitstechnik und Innovation sind ein sogenannter Thermoscanner oder das akustische Frühwarnsystem AKUT. Von 24. April bis 2. Oktober ist eine erneute Vollsperre des Tunnels zwischen Tirol und Vorarlberg unumgänglich, da in dieser Zeit die Sicherheitssysteme nicht zur Verfügung stehen. Der Arlbergpass ist dann wieder die regionale Ausweichroute.

A 22 Donauufer Autobahn

Ohne wesentliche Verkehrsbehinderungen wird an der A 22 Donauufer Autobahn die technische Aufrüstung  des Tunnels Kaisermühlen fortgeführt. Der Tunnel erhält dabei unter anderem eine gänzlich neue Lüftung sowie das Sicherheitssystem AKUT. Geplante Fertigstellung: Sommer 2018. Investition: 90 Millionen Euro (davon Kostenbeteiligung Stadt Wien: 41 Millionen Euro).

A 23 Südost Tangente

In Wien werden bis Herbst 2017 alle Sicherheitseinrichtungen in den Tunneln Stadlau und Hirschstetten an der A 23 erneuert und brandschutztechnisch auf den letzten Stand der Technik gebracht. Geplante Fertigstellung: Herbst 2017. Investition: 43 Millionen Euro.

Insgesamt fließen heuer rund 320 Millionen Euro in insgesamt 30 Tunnelsicherheitsprojekte.

Generalerneuerungen und große Sanierungen 2017

A 23 Südost Tangente

Vier Sanierungsprojekte führt die ASFINAG 2017 auf der A 23 in Wien fort: Die Instandsetzung der Praterbrücke, den Neubau der Hochstraße Inzersdorf, die Sanierung des Knoten Inzersdorf sowie des Abschnitts zwischen Stadlau und Hirschstetten. Inklusive der Modernisierung des Kaisermühlentunnels investiert die ASFINAG bis 2018 über 400 Millionen Euro in mehr Kapazitäten und Verkehrssicherheit im Raum Wien.

A 1 West Autobahn

Mehr Kapazitäten und Sicherheit bringt die Generalerneuerung wischen Matzleinsdorf und Pöchlarn auf der A 1 in Niederösterreich. Hier wird der letzte zweispurige Abschnitt der A 1 für die Lenkerinnen und Lenker dreispurig ausgebaut Heuer laufen die Arbeiten voll an. Zwischen Steinhäusl vor Wien und dem Voralpenkreuz in Oberösterreich ist somit ab 2018 die gesamte West Autobahn verbreitert. Investition Matzleinsdorf - Pöchlarn: 33 Millionen Euro.

A 2 Süd Autobahn

Bereits seit 2016 wird die  A 2 zwischen Wiener Neustadt und Seebenstein saniert. Die Erneuerung der Richtungsfahrbahn Wien wurde bereits abgeschlossen. Ab dem Frühjahr 2017 läuft die Sanierung Richtung Graz. Geplante Fertigstellung: Ende 2017. Investition: 25 Millionen Euro.

A 4 Ost Autobahn

An der A 4 erfolgt die Generalerneuerung vom Knoten Schwechat bis zur Anschlussstelle Flughafen. Diese Sanierung bringt nach Fertigstellung mehr Fahrkomfort und Sicherheit für täglich rund 100.000 Autofahrerinnen und Fahrer. Geplante Fertigstellung: Ende 2017. Investition: 18 Millionen Euro.

A 8 Innkreis Autobahn

Ein entscheidendes Projekt für mehr Verkehrssicherheit findet in Oberösterreich den Abschluss: Die Verbreiterung der A 8 zwischen Haag und Ried im Innkreis. Im Zuge des Sicherheitsausbaus erhält dieser elf Kilometer lange Abschnitt auf der A 8 einen vollwertigen Pannenstreifen - eine wesentliche Verbesserung hinsichtlich Verkehrssicherheit. Geplante Fertigstellung: Sommer 2017. Investition: 43 Millionen Euro.

Technologie-Investition: 2017 bringt Umstellung auf neue Mauttechnik

Heuer erneuert die ASFINAG das elektronische Lkw- und Bus-Mautsystem für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen Gesamtgewicht. Das bedeutet, dass  die Maut- und Kontrollstationen am Autobahnen- und Schnellstraßennetz umgerüstet werden. Der ASFINAG ist es besonders wichtig, dass die Verkehrsteilnehmer möglichst wenig davon spüren. Für die mehr als eine Million Kunden des GO Mautsystems bleibt der Wechsel auf das neue System zudem ohne spürbare Auswirkungen. Die Umstellung wird Anfang 2018 abgeschlossen sein. Geplant ist ein Betrieb für die nächsten zehn Jahre samt einer Verlängerungsoption um weitere fünf Jahre. 

Langlebige Infrastruktur durch Ausbau des Bestbieterprinzips

Entscheidend für einen Bau-Zuschlag ist bei der ASFINAG seit 2015 nicht mehr nur der Preis, es wurden dafür auch Qualitäts-Kriterien – darunter etwa längere Gewährleistung, kürzere Baudauer, hoher Facharbeiteranteil – definiert. Erfüllt ein Unternehmen eines oder mehrere dieser Kriterien kann es auch zu einem höheren Preis anbieten. Die ASFINAG stockte die bislang bei Vergaben zur Anwendung kommenden 18 Qualitätskriterien mit Jänner 2017 auf 31 auf. Bisher lag ein Fokus auf Bauqualität. Künftig haben bei den Vergaben auch Unternehmen ein Plus, wenn sie ältere Personen und Lehrlinge beschäftigen oder auf eine besonders umweltfreundliche Bauweise setzen.

S 1 und A 26: Neubauvorhaben im Genehmigungsprozess

Die S 1 Wiener Außenring Schnellstraße zwischen Schwechat und Süßenbrunn mit dem Lobautunnel schließt die Umfahrung der Bundeshauptstadt und entlastet Tangente, das Marchfeld sowie den 22. Wiener Gemeindebezirk vom Verkehr. Der UVP Bescheid ist aktuell vor dem zuständigen Bundesverwaltungs-Gericht beeinsprucht. Abhängig von der Dauer des Verfahrens strebt die ASFINAG einen Baubeginn 2018 an. Investition: 1,9 Milliarden Euro.   

Bei der A 26 Linzer Autobahn sind der UVP-Bescheid sowie die durch Land Oberösterreich und Stadt Linz erlassenen Bescheide für Wasserrecht und Naturschutz beeinsprucht. Das Ziel der ASFINAG ist, unmittelbar nach Rechtskraft der Bescheide den Bau für die Umfahrung der Landeshauptstadt auszuschreiben. Der Start zur Umsetzung der ersten Etappe – die neue Donaubrücke – soll 2018 erfolgen. Investition: 645 Millionen Euro inklusive Anteil Dritter von 93 Millionen Euro.

 

ASFINAG Infrastruktur-Investitionsprogramm 2017

 

 

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