Autobahn trifft Architektur - die ASFINAG Gestaltungsinitiative

Wer baut, gestaltet, denn Straßen sind mehr als ein Band in der Landschaft - sie prägen diese. Die ASFINAG hat als Errichter von Autobahnen und Schnellstraßen damit auch eine gestalterische Verantwortung. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, das Erscheinungsbild unserer Infrastruktur in Bezug auf architektonische Qualität und Eingliederung in die Landschaft langfristig zu verbessern.

Autobahn und Baukultur - kein Widerspruch

Die perfekte Autobahn muss mehrere Aspekte erfüllen: Sie muss sicher und praktisch angelegt sein - sie muss sich aber gleichzeitig in ihrem Erscheinungsbild bestmöglich in die Landschaft einfügen. Autobahntrassen, Lärmschutzwände, Brücken, Tunnel, Rastplätze, Mautstationen und andere Hochbauten hinterlassen aufgrund ihrer Größe und Funktion markante Spuren. Sie sind daher nicht nur eine technische, sondern auch eine architektonische Herausforderung.

Über einen eigenen Gestaltungsbeirat aus ASFINAG-internen aber auch externen Experten aus den Bereichen Architektur, Landschaftsarchitektur und Raumplanung sowie Vertretern der Architektenkammer ist gewährleistet, dass Neubauten sowie bereits bestehende Anlagen landschaftsschonend eingebaut werden. Unter Einhaltung unserer wirtschaftlichen Vorgaben lassen wir den Kreativen jedoch gleichzeitig viel Raum für innovative (Gestaltungs-)Ideen. Von Lärmschutzwänden bis zu Autobahnmeistereien sollen alle gestaltungsrelevanten Baumaßnahmen architektonisch besser ausgeführt werden. Wir wollen das Erscheinungsbild unseres gesamten Netzes für unsere Kundinnen und Kunden langfristig nachhaltig attraktivieren.

Unsere Ziele

  • Definierte und umsetzbare Qualitätskriterien
  • Kontinuität und langfristige Wirksamkeit
  • Standardisierung statt Wildwuchs
  • Innovation als Element der Gestaltung
  • Gestaltung ist nicht Selbstzweck
  • Grundprinzip Wirtschaftlichkeit 

Gestaltungswettbewerbe für schönere Autobahnen 

Autobahnen prägen ganz entscheidend den Lebensraum derer, die sie täglich beruflich oder privat benützen. Ein Straßenraum mit zunehmend durchgängig geplanten Erscheinungsbild sorgt für Interesse, erhält die Aufmerksamkeit der Verkehrsteilnehmer und wird jeden Tag von mehreren Tausend Personen bewusst oder unbewusst wahrgenommen. Die Trassenführung neuer Abschnitte, die Gestaltung von Brücken und Tunneln, Rastplätzen, Mautstellen und Kontrollplätzen bis hin zu Hochbauten wie Autobahnmeistereien und Bürostandorten erfordern nicht nur erstklassige technische Lösungen, sondern sind immer auch Anlass zur Gestaltung.

 

So arbeiten wir im Rahmen unserer Gestaltungsinitiative bereits eine geraume Weile an einem schöneren Erscheinungsbild des österreichischen Autobahnnetzes. Seit 2010 wurden bereits 50 Wettbewerbe durchgeführt. Dabei liegt ein klarer Fokus auf der gestalterischen Komponente baulicher Anlagen. Und zwar nicht nur bei der Neuerrichtung von Strecken – auch bei vielen Maßnahmen im bestehenden Netz fließen ästhetische Elemente durch Architektur-Wettbewerbe ein.

 

                  

Architektonische Gestaltung Einfahrt

Unterflurtrasse St. Georgen o. Judenburg (S 38).                        Siegerprojekt künftiges Gleinalmtunnel-Nordportal (A 9).

Masterplan 15+ - da wollen wir hin

Unser 2.199 Kilometer langes Streckennetz ist über Jahrzehnte entstanden und wird permanent erneuert und auf dem Letztstand der Technik gebracht. Unser sogenannter "Masterplan15+" legt dabei fest, dass bei sämtlichen Baumaßnahmen, die das Erscheinungsbild maßgeblich verändern, verbindliche Gestaltungsvorschriften zur optischen Verbesserung wirksam werden. So haben wir uns das Ziel gesetzt, im Rahmen der Erneuerung von Bauten und Anlagen neben den verkehrstechnischen Aspekten auch die baukulturelle Verantwortung auf unserem Streckennetz wahrzunehmen. Damit soll das Erscheinungsbild unserer Straßen sowohl den Ansprüchen unserer Kundinnen und Kunden als auch der Landschaft nachhaltig gerecht werden.

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