Verantwortungsvoller Lärmschutz - für die ASFINAG ein wichtiges Thema

Lärm beeinflusst nicht nur die Lebensqualität des Menschen, sondern kann auch Auswirkungen auf unsere Konzentrationsfähigkeit haben. Deshalb ist Lärmschutz für die ASFINAG ein zentrales Thema. Wir bekennen uns zu unserer Verantwortung gegenüber den Bewohnerinnen und Bewohnern. Projekte werden daher streng nach den geltenden Standards und Richtlinien abgewickelt. Die ASFINAG ist als rein kundenfinanziertes Unternehmen jedoch verpflichtet, mit den Einnahmen sorgfältig umzugehen. Was daher über den gesetzlich festgelegten Schutz hinausgeht, muss von Dritten, wie beispielsweise Gemeinden, finanziert werden.

Mehr Lebensqualität für Anrainerinnen und Anrainer

Insgesamt gibt es mit Ende 2016 entlang der österreichischen Autobahnen und Schnellstraßen rund 4,38 Quadratkilometer Lärmschutzwände. Dies entspricht in etwa einer Länge von 1.350 Kilometern. In Summe wurden 2016 rund 16,2 Millionen Euro in die Sanierung und Errichtung von Lärmschutzmaßnahmen investiert. Für die betroffenen Bewohnerinnen und Bewohner, die dadurch mehr Schutz erfahren, bedeutet dies auch ein Mehr an Lebensqualität. Im europäischen Vergleich liegt Österreich sowohl bei den Grenzwerten als auch bei den Schutzmaßnahmen an der Spitze.

Infrastruktur verursacht nur ein Drittel des Lärms

Ein wesentlicher Punkt in Sachen Lärm ist die Quelle - und die ist im Fall Autobahn nur zu einem Drittel für die Geräuschentwicklung verantwortlich. Ein Drittel ist dem Fahrzeug selbst zuzuschreiben, ein weiteres Drittel ist auf das Fahrverhalten zurückzuführen. Die Verkehrsteilnehmer haben also wesentlichen Einfluss auf die Lärmbelastung der Umgebung. Angepasste moderate Geschwindigkeit, sanftes Beschleunigen und auch rechtzeitiges Schalten in einen höheren Gang hilft, Lärm zu vermeiden.

 

Was für manchen Verkehrsteilnehmer ein "zu viel" an Lärmschutzmaßnahmen darstellt, ist den meisten Betroffenen wiederum zu wenig. Unser Ziel ist es jedenfalls, die Lebensqualität der Anrainerinnen und Anrainer von Autobahnen und Schnellstraßen zu erhalten. Wir können es nicht Allen recht machen, das wissen wir. Aber wir wollen es richtig machen. Das bedeutet, Betroffene bestmöglich von Verkehrslärm zu schützen, und da behandeln wir in ganz Österreich alle gleich.

 

Lärmschutzwände entlang Südosttangente

Mach keinen Krach!

Folgende Anti-Lärm Tipps können beim Autofahren ganz einfach umgesetzt werden: Fahren Sie mit angepasster, moderater Geschwindigkeit, beschleunigen Sie sanft und schalten Sie rechtzeitiges einen Gang höher. So fahren Sie nicht nur leise, sondern auch spritsparend!

Wer ist schutzwürdig?

Die ASFINAG bekennt sich zur Verantwortung gegenüber den Bewohnerinnen und Bewohnern und handelt nach geltenden Standards und Regeln. Eine wichtige Basis dafür sind Lärmgrenzwerte. Diese sind in der für uns verbindlichen "Dienstanweisung Lärmschutz" festgelegt und betragen 60 Dezibel am Tag und 50 Dezibel in der Nacht.

Faire Verfahren nach objektiven Kriterien

Besteht der Verdacht, dass die Grenzwerte nicht eingehalten werden, ist zunächst eine sogenannte "Generelle Lärmschutzuntersuchung (GLU)" durchzuführen. Im Zuge dieser wird im betroffenen Straßenabschnitt die Anzahl der schutzwürdigen Personen mit Grenzwertüberschreitungen im Ist- und Prognosezeitraum ermittelt. Anschließend werden mögliche wirtschaftlich vertretbare Lärmschutzmaßnahmen definiert. So diese im Sinne der "Dienstanweisung Lärmschutz" nicht wirtschaftlich sind, ist eine Mitfinanzierung Dritter erforderlich.

Nach Abschluss der GLU erfolgt die Detaillärmschutzuntersuchung (DLU). Diese umfasst die Erstellung von Immissionsplänen, Lärmkarten, Wirtschaftlichkeitsberechnung und die objektbezogene Darstellung der Lärmbelastung. Auf Basis der Ergebnisse der DLU erfolgt schließlich die Planung von Lärmschutzmaßnahmen. In diese Planung werden auch Feuerwehr, Rettung und Polizei eingebunden. Dies ist so im gemeinsamen Positionspapier der ASFINAG und der Einsatzorganisationen festgehalten.

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