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Aktuelle Projekte

A 5 Nord/Weinviertel Autobahn Schrick - Poysbrunn - Staatsgrenze bei Drasenhofen

Entlastung für tausende Anrainer

Den Anrainern der bestehenden B 7 Brünner Straße bringt die A 5 wesentliche Vorteile. Durch die Ortsdurchfahrten von Erdberg, Wetzelsdorf, Poysdorf und Drasenhofen wird nach Fertigstellung der A 5 rund 60 Prozent weniger fahren. Vor allem der Lkw-Verkehr wird sich deutlich verringern. Weniger Verkehr bedeutet auch weniger Lärm- und Luftschadstoffemissionen in der Region. Für den Schutz der Anwohner und Natur investiert die ASFINAG etwas mehr als drei Millionen Euro pro Kilometer. Umwelt- und Anrainerschutzmaßnahmen sind unter anderem:

  • Rund 18.500 Quadratmeter Lärmschutzwände
  • Rund 1.500 Lärmschutzfenster
  • Rund 110 Hektar ökologische Ausgleichsmaßnahmen
  • Rund 50.000 Laufmeter Wildschutzzäune
  • Mehr als 30 Tierquerungsmöglichkeiten

Mehr Verkehrssicherheit

Angesichts der Verkehrsprognose - für das Jahr 2030 täglich abschnittsweise bis zu 18.000 Kraftfahrzeuge im Abschnitt Poysbrunn bis Staatsgrenze - ist der weitere Ausbau der A 5 ab Schrick unabdingbar. Der Lkw-Verkehr von der bestehenden B 7 in der Ortsdurchfaht Drasenhofen kann dadurch deutlich reduziert werden. Die Unfallrate auf der B 7 wird sich damit wesentlich verringern. Durch die Trennung der beiden Richtungsfahrbahnen mittels Betonleitwand können Frontalzusammenstöße und deren fatale Folgen künftig weitestgehend vermieden werden. Die Verkehrssicherheit wird damit wesentlich erhöht. Die Autofahrer werden um ein Vielfaches sicherer unterwegs sein.

 

Verkehrssicherheit hat oberste Priorität für die ASFINAG. Zur Reduktion von Unfällen mit falsch beladenen, überladenen oder gar schlecht ausgerüsteten Lkws, wird daher auf der neuen A 5 nördlich von Schrick ein Verkehrskontrollplatz errichtet. Auf rund 15.000 Quadratmetern können künftig 39 Lkws zeitgleich einer Rund-um-Kontrolle unterzogen werden. Eine moderne Fahrzeug-Prüfhalle sowie eine Lkw-Wiegeeinrichtung und ein überdachter Kontrollbereich stehen nach Fertigstellung zur Verfügung.

Von der Europäischen Union kofinanziert

Die A 5 Nord/Weinviertel Autobahn verläuft gemäß Bundesstraßengesetz vom Knoten Eibesbrunn (A 5/S 1) über Wolkersdorf bis zur Staatsgrenze bei Drasenhofen und gehört zu den wichtigsten Straßenbauprojekten Niederösterreichs. Sie dient der infrastrukturellen Erschließung des nördlichen Weinviertels und ist für die Standortsicherung der Region von großer Bedeutung. Auch überregional betrachtet profitiert die Wirtschaft von der neuen Autobahn, da mit ihr das Weinviertel besser an den Wirtschaftsstandort "Vienna Region", also an die Bundesländer Wien, Niederösterreich und Burgenland angebunden wird.

 

Das Projekt A 5 wird von der Europäischen Union Connecting Europe kofinanziert. Diese Kofinanzierung zeigt ganz klar, dass dieses Projekt auch für Brüssel ein prioritäres Projekt ist. Mit dieser EU Finanzierung und der gestaffelten – und damit wirtschaftlich optimalen – Vergabe der vier Baulose ist es der ASFINAG gelungen, die Baukosten von ursprünglich 324 Millionen Euro auf insgesamt 283 Millionen Euro zu senken.

 

 

Die A 5 - Neubau in vier Bauabschnitten

Die ASFINAG hat den Weiterbau der A 5 zwischen Schrick und Poysbrunn in vier großen Baulosen ausgeschrieben. Eines haben alle gemeinsam – die enormen Erdbewegungen zur Errichtung der neuen Autobahntrasse. Rund sechs Millionen Kubikmeter Erde werden im Laufe der zweijährigen Bauzeit abgebaggert und wieder aufgeschüttet. Ein Grund dafür ist, dass die ASFINAG das hügelige Weinviertel und die sehr komfortabel und sehr verkehrssicher ausgelegten A 5 in Einklang bringen muss.

 

Den Beginn des Neubaus der A 5 machten bereits im April 2015 die Arbeiten zur Verlegung der Brünner Straße und zur Errichtung der Spange Mistelbach. Danach folgte der Baustart zum Abschnitt Schrick bis Wilfersdorf Nord. In diesem Bereich ist auch der neue Verkehrskontrollplatz und ein Forschungsprojekt mit der TU Wien angesiedelt. Ziel dieses Forschungsprojektes ist es, ein komfortables und ruhiges Fahren ohne spürbare Fahrbahnübergänge zu erreichen.

 

Der dritte Bauabschnitt geht von Wilfersdorf Nord bis Walterskirchen und beinhaltet unter anderem den Bau von vierzehn der insgesamt 45 Brücken. Der letzte und vierte Abschnitt reicht von Walterskirchen bis Poysbrunn. Das Besondere daran: Die A 5 wird aufgrund der Geländeform über viele Kilometer in Tieflage geführt. Auf diesem rund sieben Kilometer langen Abschnitt sorgen zehn Brücken für eine optimale Straßen- und Wegverbindung und ökologische Vernetzung.

A 5-Infobox - alle Projektinfos aus erster Hand

Optimale Information ist uns wichtig - wir wollen  die Menschen teilhaben lassen am Bau dieser wichtigen Autobahnverbindung. Deshalb bieten wir seit 18. April 2016 in unserer neuen Infobox auf mehr als 80 Quadratmetern alle Infos rund um die Entstehung der neuen Strecke.

 

Mehr als zehn Schwerpunkte werden in der ASFINAG Infobox A 5 angeboten. Wir haben die Infos so aufgebaut, dass sowohl Techniker als auch nicht technisch interessierte Besucher einen umfassenden und verständlichen Einblick bekommen, was alles zu einem Autobahnbau gehört. Die Inhalte umfassen das breite Spektrum von archäologischen Grabungen über Herausforderungen am Bau bis hin zu Verkehrssicherheitsthemen der neuen A 5.

Standort der Infobox:

L 35 zwischen Mistelbach und Wilfersdorf im Bereich der Abzweigung nach Eibesthal.

 

                          

Öffnungszeiten:

 

Montag bis Donnerstag zwischen 9.00 und 16.00 Uhr und am Freitag zwischen 9.00 und 12.00 Uhr.

Projektverlauf

Der Südabschnitt der A 5 von Eibesbrunn bis Schrick wurde am 31. Jänner 2010 dem Verkehr übergeben. Für den weiterführenden Abschnitt von Schrick bis Poysbrunn laufen seit April 2015 die Bauarbeiten.

 

Dieser rund 25 Kilometer lange Abschnitt ist in vier große Baulose unterteilt und umfasst insgesamt fünf Anschlussstellen - Schrick-Mistelbach Süd, Wilfersdorf Süd, Wilfersdorf Nord, Walterskirchen und Poysbrunn. Die Trasse der neuen A 5 folgt auf einer Länge von rund vier Kilometern dem Verlauf der bestehenden B 7. In diesem Bereich wird ein Bestandsausbau der B 7 vorgenommen. Danach schwenkt die Trasse ab und quert die B 40 Mistelbacher Straße, wobei sie im Westen Wilfersdorf umfährt. Im weiteren Verlauf führt die A 5 dann östlich der Ortschaften Erdberg und Walterskirchen und schwenkt danach wieder nach Westen ab, wo sie zuerst die L 20 und dann die L 22 zwischen Poysdorf und Herrnbaumgarten quert. Nach der Anschlussstelle Poysbrunn mündet die Autobahn wieder in die bestehende B 7.

Projektstatus

Im Zuge der Errichtung werden zahlreiche querende Landesstraßen überführt. Insgesamt entstehen 45 Brücken. 16 davon sind reine Autobahnbrücken und zehn sind, bis auf Restarbeiten, bereits fertiggestellt. Die bestehende B 7 wird vom Baulosanfang bis zur Anschlussstelle Wilfersdorf Süd parallel in Richtung Westen verlegt. Von der Anschlussstelle Wilfersdorf bis zur B 40 - zwischen Wilfersdorf und Mistelbach - wurde auch die Landesstraßenspange Mistelbach errichtet. Die Errichtung des Knotenbereiches mit der zukünftigen Umfahrung Mistelbach und die Finanzierung erfolgten durch das Land Niederösterreich. Verkehrsfreigabe: Anfang Mai 2016.

 

Ausbau bis zur Staatsgrenze

Der Abschnitt Poysbrunn - Staatgrenze bei Drasenhofen wird aufgrund des geringeren Verkehrsaufkommens in zwei Stufen ausgebaut. In einem ersten Schritt wird eine zweistreifige Umfahrungsstraße für Drasenhofen errichtet. "Grünes Licht" dazu gab es Ende November 2015: Die Umweltverträglichkeits-Prüfung (UVP) wurde beim BMVIT positiv abgeschlossen. Derzeit läuft das Berufungsverfahren beim Bundesverwaltungsgericht. Weiters wurden alle Materienrechtsverfahren (Wasserrecht, Naturschutz...) abgewickelt. Parallel dazu wird die Detailplanung vorangetrieben.

 

Damit hat die ASFINAG im nördlichen Weinviertel einen weiteren großen Meilenstein zur Umsetzung dieses wichtigen Infrastrukturprojektes erreicht. Denn die Umfahrung Drasenhofen bringt eine wesentliche Entlastung der Gemeinden. Durch die Verlagerung des Durchzugsverkehrs erfahren die rund 1.700 Einwohner eine spürbare Verbesserung der Lebensqualität. 50 Millionen Euro investiert die ASFINAG in diese Ortsumfahrung, das Land Niederösterreich steuert rund 4,5 Millionen Euro dazu bei.

 

Die zweite Ausbaustufe sieht eine Erweiterung auf vier Fahrstreifen vor, also je Richtungsfahrbahn zwei Fahrstreifen mit Pannenstreifen. Die Verwirklichung des Vollausbaus ist vom Fortschritt des angrenzenden tschechischen Autobahnprojektes R 52 abhängig.

A 5 Nord Autobahn Wildquerung über B 7 Brünner Straße, März 2016

Eckdaten

Gesamtlänge: 34 km, davon
Abschnitt Schrick - Poysbrunn: 25 km
Abschnitt Poysbrunn - Staatsgrenze bei Drasenhofen: 9 km
Kosten Abschnitt Schrick - Poysbrunn: ca. 283 Mio. Euro
Kosten Abschnitt Poysbrunn - Staatsgrenze bei Drasenhofen: ca. 50 Mio. Euro, davon übernimmt das Land Niederösterreich 4,5 Mio. Euro
Baubeginn Abschnitt Schrick - Poysbrunn: April 2015
Geplante Verkehrsfreigabe Abschnitt Schrick - Poysbrunn: Ende 2017
Geplanter Baubeginn Abschnitt Poysbrunn - Staatsgrenze bei Drasenhofen: 2017
Geplante Verkehrsfreigabe Abschnitt Poysbrunn - Staatsgrenze bei Drasenhofen: 2018

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Kontakt

DI Christian Musil
Projektleiter ASFINAG Bau Management GmbH


E-Mail: christian.musil@asfinag.at

DI Friedrich Effenberger
Techniker ASFINAG Bau Management GmbH


E-Mail: friedrich.effenberger@asfinag.at

DI(FH) Andreas Weber
Techniker ASFINAG Bau Management GmbH


E-Mail: andreas.weber@asfinag.at

Markus Vielmetti
Techniker ASFINAG Bau Management GmbH


E-Mail: markus.vielmetti@asfinag.at

Ombudsperson


Telefon: 050108 10505
E-Mail: Ombudsperson.A5@asfinag.at

Für allgemeine Fragen unser Streckennetz betreffend (Baustellen, Behinderungen...) kontaktieren Sie bitte das ASFINAG Service Center unter der Telefonnummer 0800 400 12 400.


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