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Aktuelle Projekte

A 5 Nord/Weinviertel Autobahn Schrick - Poysbrunn - Staatsgrenze bei Drasenhofen

Entlastung für tausende Anrainerinnen und Anrainer

Höhere Lebensqualität und mehr Verkehrssicherheit – dafür steht die A 5 zwischen Schrick und Poysbrunn und deshalb hat ihre Fertigstellung Priorität. Die A 5 ist eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte für die Region. Wirtschaftlich und touristisch rückt diese einzigartige Weinbaugegend durch die Nord Autobahn direkt an Wien heran. Letztlich bedeutet die Fertigstellung der A 5 auch eine ungemeine Erleichterung für die durch den Lkw- und Pkw-Verkehr leidgeplagte Bevölkerung in den Orten, die jetzt noch direkt an der B 7 liegen. Denn die neue A 5 wird den Großteil des Verkehrs aus den Ortschaften abziehen.

Ihre Vorteile auf einen Blick

  • Mehr Lebensqualität für 10.000 Anrainerinnen und Anrainer durch die Verlagerung von bis zu zwei Drittel Schwerverkehr auf die neue A 5.
  • Weniger Lärm- und Luftschadstoff-Belastungen durch umfassende Schutzanlagen.
  • Mehr Verkehrssicherheit durch eine absolut verkehrssicher gebaute A 5 mit zwei Spuren pro Richtung, getrennt durch eine Betonleitwand.
  • Impulse für die Wirtschaft durch die Verbindung des nördlichen Weinviertels mit der „Vienna Region" – Wien, Niederösterreich, Burgenland – in der rund 45 Prozent der österreichischen Wirtschaftsleistung erbracht werden.

ASFINAG setzt auf Anrainer- und Umweltschutz

Für die ASFINAG gilt: Modernste Infrastruktur und hoher Anrainer- und Umweltschutz schließen einander nicht aus. Für den Schutz der Anrainerinnen und Anrainer und der Natur investiert die ASFINAG beim Bau der A 5 von Schrick bis Poysbrunn etwas mehr als drei Millionen Euro pro Kilometer. Folgende Schutzmaßnahmen werden umgesetzt:

  • Rund 7.300 Laufmeter Lärmschutzwälle (ca. 600.000 Kubikmeter Erde)
  • Rund 18.500 Quadratmeter Lärmschutzwände
  • Rund 110 Hektar ökologische Ausgleichs-Maßnahmen
  • Rund 50.000 Laufmeter Wildschutz-Zäune
  • Mehr als 30 Tierquerungs-Möglichkeiten

Neuer Verkehrskontrollplatz - zweckmäßige Infrastruktur neben der Fahrbahn

Vertrauen ist gut – Kontrolle macht sicher! Insgesamt machen Autobahnen und Schnellstraßen nur zwei Prozent des gesamten österreichischen Straßennetzes aus. Trotzdem entfallen 40 Prozent der Verkehrsleistung auf das Netz der ASFINAG. Verkehrssicherheit hat daher oberste Priorität für die ASFINAG. Zur Reduktion von Unfällen mit falsch beladenen, überladenen oder gar schlecht ausgerüsteten Lkws wird daher auf der neuen A 5 nördlich von Schrick ein Verkehrskontrollplatz errichtet. Auf rund 15.000 Quadratmetern können dann 39 Lkws zeitgleich einer Rund-um-Kontrolle unterzogen werden. Eine moderne Fahrzeug-Prüfhalle sowie eine Lkw-Wiegeeinrichtung und ein überdachter Kontrollbereich stehen zur Verfügung.

Von der Europäischen Union kofinanziert

Welchen Stellenwert die A 5 zwischen Schrick und Poysbrunn hat zeigt auch die Kofinanzierung der Europäischen Union. Mit dieser EU-Finanzierung und der gestaffelten – und damit wirtschaftlich optimalen – Vergabe der Baulose, ist es der ASFINAG gelungen, die Baukosten von ursprünglich 324 Millionen Euro auf insgesamt 283 Millionen Euro zu senken.

 

Die A 5 - Neubau in vier Bauabschnitten

Die ASFINAG hat den Weiterbau der A 5 zwischen Schrick und Poysbrunn in vier großen Baulosen ausgeschrieben. Den Beginn des Neubaus der A 5 machten bereits im April 2015 die Arbeiten zur Verlegung der Brünner Straße und zur Errichtung der Spange Mistelbach. Danach folgte der Baustart zum Abschnitt Schrick bis Wilfersdorf Nord. In diesem Bereich ist auch der neue Verkehrskontrollplatz und ein Forschungsprojekt mit der TU Wien angesiedelt. Ziel dieses Forschungsprojektes ist es, ein komfortables und ruhiges Fahren ohne spürbare Fahrbahnübergänge zu erreichen.

 

Der dritte Bauabschnitt geht von Wilfersdorf Nord bis Walterskirchen und beinhaltet unter anderem den Bau von vierzehn der insgesamt 45 Brücken. Der letzte und vierte Abschnitt reicht von Walterskirchen bis Poysbrunn. Das Besondere daran: Die A 5 wird aufgrund der Geländeform über viele Kilometer in Tieflage geführt. Auf diesem rund sieben Kilometer langen Abschnitt sorgen zehn Brücken für eine optimale Straßen- und Wegverbindung und ökologische Vernetzung.

"Ice Age" auf der A 5

Ein sensationeller Fund ist Experten der Geologischen Bundesanstalt auf der A 5 Baustelle in Bullendorf (Bezirk Mistelbach) gelungen: Im Sommer 2016 wurden Wirbelknochen und zwei vollständig erhaltene zweieinhalb Meter lange Stoßzähne freigelegt. Diese gefundenen „Ice Age"-Relikte wurden mit Gipsbandagen stabilisiert, ins Naturhistorische Museum gebracht und dort untersucht. Die Experten gehen davon aus, dass die Überreste ungefähr eine Million Jahre alt sind und damit aus dem Altpleistozän – der späten Eiszeit – stammen.

Einer der beiden zweieinhalb Meter langen Zähne des Uraltmammuts.

A 5-Infobox - alle Projektinfos aus erster Hand

Optimale Information ist uns wichtig - wir wollen  die Menschen teilhaben lassen am Bau dieser wichtigen Autobahnverbindung. Deshalb bieten wir seit April 2016 in unserer Infobox auf mehr als 80 Quadratmetern alle Infos rund um die Entstehung der neuen Strecke.

 

Mehr als zehn Schwerpunkte werden in der ASFINAG Infobox A 5 angeboten. Wir haben diese so aufgebaut, dass sowohl Techniker als auch nicht technisch interessierte Besucherinnen und Besucher einen umfassenden und verständlichen Einblick bekommen, was alles zu einem Autobahnbau gehört. Die Inhalte umfassen das breite Spektrum von archäologischen Grabungen über Herausforderungen am Bau bis hin zu Verkehrssicherheitsthemen entlang der neuen A 5.

Standort der Infobox:

L 35 zwischen Mistelbach und Wilfersdorf im Bereich der Abzweigung nach Eibesthal.

 

                              

Öffnungszeiten:

Montag bis Donnerstag zwischen 9.00 und 16.00 Uhr und am Freitag zwischen 9.00 und 12.00 Uhr.

Projektstatus

Seit Beginn der Hauptbauarbeiten im April 2015 wurden bereits rund vier Millionen Kubikmeter Erde abgetragen und als Damm wieder aufgeschüttet. Derzeit arbeitet die ASFINAG zeitgleich an insgesamt vier Baulosen der neuen Nord Autobahn. In zwei davon nimmt die A 5 bereits deutliche Autobahnzüge an und zwar in den Baulosen drei und vier. Im Ersteren entstehen die Hauptfahrbahn bis zur künftigen Anschlussstelle Wilfersdorf Nord sowie elf Brücken. Auch der Verkehrskontrollplatz mit der Prüfhalle, den Kontrollbereichen und den Parkflächen samt Büros wird dort derzeit gebaut. In Baulos vier werden die Hauptfahrbahn von Wilfersdorf bis Walterskirchen und 14 der insgesamt 45 Brücken errichtet.

 

Damit die Arbeiten weiterhin so zügig vorangehen, arbeiten rund 600 Personen auf der Baustelle, bei der über 200 spezielle Großgeräte wie Kräne, Bagger und Schubraupen zum Einsatz kommen.

 

                    

Die Bauarbeiten an der A 5 Nord Autobahn zwischen Schrick und Poysbrunn gehen zügig voran: Stand November 2016.

Ausbau bis zur Staatsgrenze

Der Abschnitt Poysbrunn - Staatgrenze bei Drasenhofen wird aufgrund des geringeren Verkehrsaufkommens in zwei Stufen ausgebaut. In einem ersten Schritt wird eine zweistreifige Umfahrungsstraße für Drasenhofen errichtet. "Grünes Licht" dazu gab es Ende November 2015: Die Umweltverträglichkeits-Prüfung (UVP) wurde beim BMVIT positiv abgeschlossen. Derzeit läuft das Berufungsverfahren beim Bundesverwaltungsgericht. Sobald wir grünes Licht erhalten, wird die Bauausschreibung veröffentlicht. Des weiteren wurden alle Materienrechtsverfahren (Wasserrecht, Naturschutz) in erster Instanz bereits positiv abgewickelt. Parallel dazu wird die Detailplanung vorangetrieben.

 

Die Umfahrung Drasenhofen wird fünf Kilometer lang sowie kreuzungs- und ampelfrei zu befahren sein. Zu den Gesamtkosten von 50 Millionen Euro steuert das Land Niederösterreich rund 4,5 Millionen bei. Die betriebliche Erhaltung der Umfahrung Drasenhofen übernimmt das Land Niederösterreich.

Das bringt die Umfahrung Drasenhofen:

  • Abzug des Schwerverkehrs aus der Ortsdurchfahrt Drasenhofen.
  • Weniger Lärm und Abgase für rund 1.700 Anrainerinnen und Anrainer.
  • Mehr Verkehrssicherheit sowohl auf der bestehenden B 7 als auch auf der neuen Umfahrung.

 

Die zweite Ausbaustufe sieht eine Erweiterung auf vier Fahrstreifen vor, also je Richtungsfahrbahn zwei Fahrstreifen mit Pannenstreifen. Die Verwirklichung des Vollausbaus ist vom Fortschritt des angrenzenden tschechischen Autobahnprojektes R 52 abhängig.

UVP-Änderungsverfahren

Im UVP-Bescheid zur A 5 Nord / Weinviertel Autobahn zwischen Schrick und Poysbrunn (A 5 Nord A) ist eine Auflage formuliert, die besagt, dass die Umfahrung Drasenhofen ein Jahr nach Verkehrsfreigabe der A 5 Nord A von der ASFINAG in Betrieb zu nehmen ist. Aufgrund von Verzögerungen in den Behördenverfahren - aktuell sind Einsprüche gegen den UVP-, den Naturschutz- und den Wasserrechtsbescheid der A 5 Nord B anhängig - kann dieser Zeitplan nicht eingehalten werden. Daher wurde in einem UVP-Änderungsverfahren dargestellt, dass die Umweltverträglichkeit auch ohne diese Auflage gegeben ist. Als „Kompensation" werden den Bürgern an der B 7 in Drasenhofen passive Lärmschutzmaßnahmen (Lärmschutzfenster/Lüfter), wie auch bei allen anderen Zulaufstrecken entlang der A 5, angeboten.

A 5 Nord Autobahn, Abschnitt Schrick - Drasenhofen, Erdbau Stand September 2016

Eckdaten

Gesamtlänge: 34 km, davon
Abschnitt Schrick - Poysbrunn: 25 km
Abschnitt Poysbrunn - Staatsgrenze bei Drasenhofen: 9 km
Kosten Abschnitt Schrick - Poysbrunn: ca. 283 Mio. Euro
Kosten Abschnitt Poysbrunn - Staatsgrenze bei Drasenhofen: ca. 50 Mio. Euro, davon übernimmt das Land Niederösterreich 4,5 Mio. Euro
Baubeginn Abschnitt Schrick - Poysbrunn: April 2015
Geplante Verkehrsfreigabe Abschnitt Schrick - Poysbrunn: Ende 2017
Geplanter Baubeginn Abschnitt Poysbrunn - Staatsgrenze bei Drasenhofen: Voraussichtlich Winter 2017/2018
Geplante Verkehrsfreigabe Abschnitt Poysbrunn - Staatsgrenze bei Drasenhofen: Voraussichtlich zweites Halbjahr 2019

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Kontakt

DI Christian Musil
Projektleiter ASFINAG Bau Management GmbH


E-Mail: christian.musil@asfinag.at

DI Friedrich Effenberger
Techniker ASFINAG Bau Management GmbH


E-Mail: friedrich.effenberger@asfinag.at

DI(FH) Andreas Weber
Techniker ASFINAG Bau Management GmbH


E-Mail: andreas.weber@asfinag.at

Markus Vielmetti
Techniker ASFINAG Bau Management GmbH


E-Mail: markus.vielmetti@asfinag.at

Ombudsperson


Telefon: 050108 10505
E-Mail: Ombudsperson.A5@asfinag.at

Für allgemeine Fragen unser Streckennetz betreffend (Baustellen, Behinderungen...) kontaktieren Sie bitte das ASFINAG Service Center unter der Telefonnummer 0800 400 12 400.


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