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Aktuelle Projekte

S 1 Wiener Aussenring Schnellstrasse Schwechat – Süssenbrunn

Eckdaten

Gesamtlänge: 19 km, davon ca. 8,2 km Tunnel
Gesamtkosten: ca. 1,9 Milliarden Euro
Abschnitt 1 Groß Enzersdorf - Süßenbrunn: 10 km
Abschnitt 2 Tunnel Donau - Lobau: 9 km
Geplanter Baubeginn Groß Enzersdorf - Süßenbrunn: 2017 (abhängig vom Fortgang der Verfahren beim BVwG)
Geplante Verkehrsfreigabe Groß Enzersdorf - Süßenbrunn: 2019
Geplanter Baubeginn Abschnitt Tunnel Donau-Lobau: 2018 (durch allfällige Einsprüche bei Materienrechtsverfahren kann es zu Verzögerungen kommen)
Geplante Verkehrsfreigabe Abschnitt Tunnel Donau-Lobau: 2025

Das Projekt

Die S 1 Wiener Außenring Schnellstraße verläuft gemäß Bundesstraßengesetz vom Knoten Vösendorf (A 2/A 21) über Schwechat, Raasdorf, Süßenbrunn und Eibesbrunn bis zum Knoten Korneuburg/West (A 22). Mit Ausnahme des Abschnittes Schwechat - Süßenbrunn ist die S 1 bereits zur Gänze fertig gestellt.

Entlastung für Ortskerne

Die neue S 1 verlagert den Verkehr auf die Schnellstraße. Mit der neuen Umfahrung der Donaustadt wird der starke Lkw-Verkehr aus den Ortsdurchfahrten verdrängt. Der Verkehr wird auf eine "hochrangigen" Strecke gebündelt. Davon profitieren vor allem die Marchfeld-Gemeinden Raasdorf, Deutsch-Wagram, Strasshof und Gänserndorf sowie die Wiener Donaustadt. Das bedeutet zukünftig zehntausende Fahrzeuge jeden Tag weniger.

 

Der Bau der S 1 bringt weiters eine erhebliche Entlastung für Wien und die Südosttangente. Umwege über die A 4, A 23 und durch den 22. Wiener Gemeindebezirk fallen durch die zusätzliche Donauquerung weg. Mit der S 1 können darüber hinaus auch die geplante S 8 Marchfeld Schnellstraße und der künftige Wiener Stadtteil "Seestadt" in Aspern an das Autobahnnetz angebunden werden. So entsteht ein wirkungsvolles Verkehrssystem für die Ostregion.

 

Die Zahlen sprechen für sich

  • 2025 fahren auf der Breitenleerstraße nur mehr rund 16.000 Fahrzeuge pro Tag, statt 23.000 Fahrzeugen ohne S 1. Das bedeutet eine Reduktion von 30 Prozent

 

Weniger Verkehr bedeutet auch weniger Lärm- und Luftschadstoffemissionen in der Region. Für die Anrainer im Osten von Wien bringt das eine wesentliche Verbesserung ihrer Lebensqualität.

Höchster Schutz über und unter der Erde

Maximaler Schutz für die Menschen

 

Derzeit rollt der Verkehr noch mitten durch die Wohngebiete. Mit der geplanten Einhausung der S 1 in Eßling tritt die Luft aus dem Tunnel fern von Wohngebieten an die Oberfläche. So werden die strengen Luft- und Lärm-Grenzwerte deutlich unterschritten.

 

Maximaler Schutz für die Umwelt

 

Weder Grundwasser noch Natur oder der Nationalpark Donau-Auen sind durch den Tunnel in Gefahr. Die beiden Tunnelröhren tauchen bis zu 60 Meter ab und verlaufen über acht Kilometer unter der Erde. Die ASFINAG setzt beim Tunnel auf eine absolut umweltschonende Bauweise: Eine über einen Meter dicke Betonschale hält den Tunnel dicht. Wie der Tunnel genau gebaut und sicherheitstechnisch ausgerüstet wird, haben wir in einem Video zusammengefasst.

 

https://vimeo.com/studiobaff/review/160916857/8129141dfd

 

Höchste Sicherheit im Tunnel

Die hohen internationalen Top-Sicherheitsstandards gelten natürlich auch im Tunnel unter der Donau. Zwei Röhren trennen den Verkehr nach Fahrtrichtung und senken das Unfallrisiko enorm. Ein drei Meter breiter Pannenstreifen, Fluchtwege und modernste Tunnelüberwachung sorgen für höchste Sicherheit. Im Notfall, wie beispielsweise einem Feuer, dient die freie Röhre als Flucht- und Rettungsstollen. Ein eigens entwickeltes Notfallkonzept sowie modernste Kommunikation und Beleuchtung sorgen dafür, dass im Ernstfall die Rettungsorganisationen sofort zur Stelle sind.

 

Selbstverständlich wurde die Möglichkeit von Erdbeben bei der Planung des Tunnels berücksichtigt. Der Tunnel Donau-Lobau wird so errichtet, dass er allen Belastungen im Falle eines Bebens in der Ostregion standhält. Das Thema wurde auch im Umweltverträglichkeits-Prüfungsverfahren (UVP) durch Einsatz eigener Sachverständiger auf Seite der ASFINAG sowie der Behörde besonders genau geprüft.

Visualisierung Schwechat - Süßenbrunn

Projektstatus

Das UVP-Verfahren für die S 1 im Abschnitt Schwechat - Süßenbrunn wurde am 27. März 2015 positivabgeschlossen. Der UVP-Bescheid wurde beeinsprucht und liegt derzeit zur weiteren Entscheidung beim Bundesverwaltungsgericht.

 

Die Realisierung der S 1 ist in zwei Etappen vorgesehen. Als erster Abschnitt wird die Trasse von Groß-Enzersdorf bis Süßenbrunn errichtet. Aktuell werden hierfür die Materienrechte und Grundeinlösen vorbereitet. Baugrund-Erkundungen und archäologische Vorerkundungen wurden für diesen Abschnitt bereits durchgeführt.

 

Der Bau des Abschnittes Schwechat bis Groß-Enzersdorf mit dem Tunnel Donau-Lobau ist anschließend an dern ersten Abschnitt vorgesehen. Der Tunnelvortrieb erfolgt dann vom Knoten Schwechat südlich der Donau, der Zielschacht für den Tunnel ist nördlich des Nationalparks bei Eßling-Groß-Enzersdorf vorgesehen. Von dort verläuft die Trasse weitere knapp zwei Kilometer als Umweltschutztunnel in offener Bauweise. Mit den Planungen zum Bauprojekt für diesen Abschnitt wurde im Herbst 2014 begonnen.

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Weiterführende Links

Kontakt

DI Philipp Rosenecker
Projektleiter-Stellvertreter ASFINAG Bau Management GmbH


E-Mail: philipp.rosenecker@asfinag.at

DI Thomas Schröfelbauer
Projektleiter ASFINAG Bau Management GmbH


E-Mail: thomas.schroefelbauer@asfinag.at

Für allgemeine Fragen unser Streckennetz betreffend (Baustellen, Behinderungen...) kontaktieren Sie bitte das ASFINAG Service Center unter der Telefonnummer 0800 400 12 400.


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