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Aktuelle Projekte

S 3 Weinviertler Schnellstrasse Hollabrunn – Guntersdorf

Entlastung für 14.000 Anrainer

Neben der Wirtschaft profitiert vor allem die anrainende Bevölkerung vom Bau der S 3. Sie führt in Zukunft zu massiven Verkehrsentlastungen auf der bestehenden B 303 in den Siedlungsbereichen.

Ihre Vorteile auf einen Blick

  • Ohne S 3 würden im Jahr 2025 zum Beispiel durch Guntersdorf täglich rund 15.600 Kraftfahrzeuge auf der B 303 fahren.
  • Nach Fertigstellung der S 3 wird sich das Verkehrsaufkommen in Guntersdorf auf rund 1.000 Fahrzeuge pro Tag reduzieren.
  • Allein für Guntersdorf bedeutet das 90 Prozent weniger Verkehr.
  • Weniger Verkehr bedeutet auch weniger Lärm- und Luftschadstoffemissionen in der Region. Für die rund 14.000 Anrainer bringt das eine wesentliche Verbesserung ihrer Lebensqualität.

Projektstatus

Das Umweltverträglichkeitsprüfungs-Verfahren (UVP) wurde im Dezember 2015 positiv abgeschlossen. Zum UVP-Bescheid liegen Bescheidbeschwerden vor, die derzeit vom Bundesverwaltungsgericht geprüft werden. Die noch erforderlichen Verfahren, insbesondere das Naturschutzverfahren, sind bereits im Laufen, ebenso wie die Grundeinlöse. Der Baubeginn ist für 2017 geplant.

Das Projekt

Die S 3 Weinviertler Schnellstraße verläuft gemäß Bundesstraßengesetz vom Knoten Stockerau-West (A 22/S 5) über Hollabrunn bis zur Staatsgrenze bei Kleinhaugsdorf und ist eines der wichtigsten Straßenbauprojekte in Niederösterreich. Sie dient der infrastrukturellen Erschließung des westlichen Weinviertels und ist für die Standortsicherung des Bezirkes Hollabrunn von großer Bedeutung. Auch überregional betrachtet profitiert die Wirtschaft von der neuen Schnellstraße, da mit ihr der niederösterreichische Zentralraum besser an die Landeshauptstädte St. Pölten und Wien angebunden wird.

Sichere und kürzere Wege für Pendler

Mit Errichtung der S 3 wird die Verkerhssicherheit wesentlich erhöht. Durch die Trennung der beiden Richtungsfahrbahnen mittels Betonleitwand können Frontalzusammenstöße und deren fatale Folgen künftig weitgehend vermieden werden. Die Tagespendler werden um ein Vielfaches sicherer unterwegs sein und auch schneller an ihr Ziel kommen. Denn nach Fertigstellung der S 3 verkürzen sich die Reisezeiten um durchschnittlich mehr als zwei Stunden pro Monat. In Summe über das Jahr gesehen ergibt das für jeden Einzelnen deutlich weniger Fahrzeit, dafür mehr Freizeit.

 

ASFINAG setzt auf Anrainer- und Umweltschutz

Für die ASFINAG gilt: Modernste Infrastruktur und hoher Anrainer- und Umweltschutz müssen im Einklang stehen. Für den Schutz der Anwohner und der Natur investiert die ASFINAG zwischen Hollabrunn und Guntersdorf zwölf Prozent der gesamten Projektkosten. Umwelt- und Anrainer-Schutzmaßnahmen sind unter anderem:

  • 4.000 Laufmeter Lärmschutzmaßnahmen
  • 1.350 Quadratmeter Spritz- und Blendschutz
  • 22.000 Laufmeter Wildschutz-Zäune
  • 25 Hektar ökologische Ausgleichs-Maßnahmen
  • Elf neue Gewässerschutz-Anlagen

 

Zur Verbindung der Wildtierlebensräume errichtet die ASFINAG im Bereich der Gemeindegrenze Hollabrunn und Grund eine Grünbrücke. Zur Aufrechterhaltung des landwirtschaftlichen Wegenetzes sind weiters entlang der neuen S 3 mehrere barrierefreie Querungen geplant.

Anschlussstellen zum bestehenden Straßennetz

Für die Anbindung an das bestehende Straßennetz sind folgende drei neue Anschlussstellen vorgesehen:

 

  • Anschlussstelle Hollabrunn Nord als Verbindung mit der B 303. Auch das in Erweiterung befindliche Betriebsgebiet wird mit dieser Anschlussstelle angebunden.
  • Anschlussstelle Wullersdorf zwischen Grund und Wullersdorf als Verbindung mit der Landesstraße L 35. Mit dieser Anschlussstelle wird die bestehende Eisenbahnkreuzung bei der L 35 durch eine Überführung ersetzt - ein weiterer Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit.
  • Anschlussstelle Guntersdorf am Trassenende als Verbindung mit der bestehenden B 303.

 

Die bestehende Umfahrung Hollabrunn wird von der ASFINAG unverändert vom Land Niederösterreich übernommen und bemautet.

Visualisierung S 3 Weinviertler Schnellstraße Hollabrunn – Guntersdorf

Eckdaten

Gesamtlänge: 11 km
Gesamtkosten: ca. 132 Mio. Euro
Geplanter Baubeginn: 2017 (durch allfällige Einsprüche bei Materienrechtsverfahren kann es zu Verzögerungen kommen)
Geplante Verkehrsfreigabe: 2019/2020

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Kontakt

DI Reingard Vogel
Projektleiterin ASFINAG Bau Management GmbH


E-Mail: reingard.vogel@asfinag.at

Markus Vielmetti
Techniker ASFINAG Bau Management GmbH


E-Mail: markus.vielmetti@asfinag.at


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