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Aktuelle Projekte

A 9 Pyhrn Autobahn Vollausbau Tunnelkette Klaus

Eckdaten

Gesamtlänge: 8 km
Gesamtkosten: ca. 166 Mio. Euro
Baubeginn: September 2013
Geplante Verkehrsfreigabe: 2018

Das Projekt

Die Pyhrn Autobahn ist seit 18. Dezember 2004 vom Knoten Voralpenkreuz (A 1/A 8/A 9) bis zur Staatsgrenze bei Spielfeld durchgehend befahrbar. Mit Ausnahme der Bereiche Anschlussstelle Klaus - Anschlussstelle St. Pankraz/Hinterstoder (Tunnelkette Klaus), dem Bosruck- und Gleinalmtunnel ist die A 9 bereits voll ausgebaut. Das bedeutet im Freiland vierspurig und in den Tunneln zweiröhrig. Sukzessive werden seitens der ASFINAG nun auch die erwähnten drei Nadelöhre beseitigt.

180 Millionen Euro für mehr Tunnelsicherheit

Das Projekt Vollausbau Tunnelkette Klaus beinhaltet die Errichtung der zweiten Röhren (Richtungsfahrbahn Linz) der Tunnel Klaus, Traunfried, Spering und Falkenstein. Außerdem werden auch die zweiten Tragwerke der Steyrbrücke, Pertlgrabenbrücke, Wallergrabenbrücke, Rettenbachbrücke, Teichlbrücke und einer Rampenbrücke im Bereich der Anschlussstelle Klaus gebaut. Während der Arbeiten kommt es zu kurzfristigen Spursperren und je nach Arbeitsphase auch zu kurzen Verkehrsanhaltungen. Ist dann die Richtungsfahrbahn Linz fertig, wird der Verkehr umgelegt und die bereits bestehende Strecke saniert und aufgerüstet. Insgesamt investiert die ASFINAG hier rund 180 Millionen Euro in die Tunnelsicherheit. Für die täglich rund 18.000 Autofahrer, die die Tunnelkette derzeit befahren, bedeutet das ein wesentliches Mehr an Verkehrssicherheit.

Die Vorteile des Vollausbaus auf einen Blick:

  • Kein Gegenverkehr - damit Verhinderung von Frontalzusammenstößen.
  • Besserer Verkehrsfluss - geringere Gefahr von Auffahrunfällen.
  • Ausrüstung dem modernsten Stand der Technik entsprechend - damit wesentlich erhöhte Verkehrssicherheit.
  • Reinere Luft durch Richtungsverkehr - Abgase werden weniger verwirbelt.
  • Weniger Verkehrsanhaltungen durch notwendige Sanierungsmaßnahmen im Tunnel.
  • Schnelleres Vorankommen (100 km/h anstatt 80 km/h) und Überholmöglichkeit im zweiröhrigen Tunnel.

Das Bauprojekt im Detail

Im Zuge des Vollausbaus der Tunnelkette Klaus werden die Oströhren (Richtungsfahrbahn Linz) der betroffenen Tunnel hergestellt. Nach Fertigstellung erfolgt die Umlegung des Gegenverkehrs in die neuen Röhren. Anschließend erfolgt die Instandsetzung der Bestandsröhren. Dabei wird vor allem die betriebs- und sicherheitstechnischen Ausrüstung erneuert. Die Gesamtfertigstellung der Tunnelkette Klaus ist für Ende 2018 vorgesehen.

 

Im Zuge des Vollausbaues werden folgende Bauarbeiten durchgeführt

  • Errichtung von Brückenbauwerken der Richtungsfahrbahn Linz: Teichlbrücke, Brücke über den vorderen Rettenbach, Wallergrabenbrücke, Pertlgrabenbrücke und Steyrbrücke.
  • Neubau der Oströhren von Falkenstein- und Traunfriedtunnel.
  • Neubau der Oströhren Klauser- und Speringtunnel (Aufweitung der bestehenden Fluchtstollen).
  • Herstellung neuer Verbindungstunnel (Querschläge) zwischen Ost- und Weströhren zur Verwendung als Fluchtweg.
  • Errichtung neuer Betriebsgebäude und Erweiterung der bestehenden Löschwasserbehälter Klaus und Spering.

 

700 Meter Brücken und 6,3 Kilometer Tunnel

Beim insgesamt knapp acht Kilometer langen Vollausbau sind in erster Linie Brücke und Tunnel zu errichten. Der Start erfolgte 2013 mit den Brücken, die auch die Voraussetzung für die Tunnelarbeiten waren. Errichtet wurden eine Rampenbrücke im Bereich der Anschlussstelle Klaus, weiters die Talübergänge Steyr (270 Meter), Pertlgraben (190 Meter), Wallergraben (50 Meter), Rettenbach (90 Meter) und Teichl (90 Meter).

 

Alle Brücken sind zugleich auch die Zufahrtsstrecken für den Bau der zweiten Röhren bei den Tunneln Klaus (2,2 Kilometer), Spering (2,9 Kilometer), Traunfried (450 Meter und Falkenstein (750 Meter), wobei die beiden letzteren völlig neu ausgebrochen werden müssen. Die beiden längeren Tunnel Spering und Klaus verfügen bereits über jeweils durchgehende Fluchtstollen, die entsprechend aufgeweitet werden. Die Freilandbereiche beschränken sich auf wenige hundert Meter zwischen den Tunneln und Brücken sowie auf die Anschlussstellen Klaus und St. Pankraz, die derzeit noch im Halbausbau bestehen.

 

Modernste Sicherheitsausrüstung mit AKUT

Die neuen Tunnel - und im Anschluss auch die bestehenden Röhren - erhalten von der ASFINAG die modernste Ausrüstung in Sachen Sicherheit. Beleuchtung, Lüftung, Funk, Notruf, Brandmeldeanlage, Video mit Bolddetektion, Wechselverkehrszeichen und Bordsteinreflektoren in LED-Technik gehören zum ASFINAG Standard.

 

Innovatives Highlight: Das sogenannte akustische Tunnelmonitoring AKUT. Intelligente Mikrofone erkennen blitzschnell untypische Geräusche wie etwa von splitterndem Glas oder quietschenden Reifen. Die ASFINAG Mitarbeiter in der nächste Überwachungszentrale (in diesem Fall Ardning) sind sofort alarmiert, können den Tunnel sperren und im Falle eines Unfalls Einsatzkräfte rufen. Dies spart Zeit, die im Ernstfall Leben retten kann.

Projektstatus

Die Brückenbauarbeiten begannen Mitte September 2013. Sie waren die Voraussetzung für den Bau der zweiten Tunnelröhren. Der Startschuss für die zweiten Röhren für Spering- und Falkensteintunnel fiel am 4. Dezember 2014, jener für Traunfried- und Klauser Tunnel am 8. Mai 2015.

 

Bereits am 29. Mai 2015 erfolgte der Durchschlag des 750 Meter langen Tunnels Falkenstein. Am 3. März 2016 gab es den nächsten Meilenstein zu feiern: Den Durchschlag des Tunnels Klaus - dem letzten von vier neuen Röhren im Zuge der Tunnelkette Klaus.

 

Freuten sich über den gelungenen Durchschlag des Tunnel Klaus: ASFINAG Geschäftsführer Gernot Brandtner, Tunnelpatin Christine Dörfel, Bundesminister Gerald Klug, Tunnelpatin Renate Entholzer, ASFINAG Vorstand Alois Schedl (v.l.n.r.).

 

Ende 2017 wird der Verkehr in die neuen Tunnelröhren in Fahrtrichtung Linz verlegt. Im Anschluss daran werden die Bestandsröhren saniert. Die Gesamtverkehrsfreigabe der voll ausgebauten Tunnelkette Klaus ist für Ende 2018 geplant.

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Weiterführende Links

Kontakt

DI Edgar Rami
Projektleiter ASFINAG Bau Management GmbH


E-Mail: edgar.rami@asfinag.at

Manuel Prentner
Projektleiter-Stellvertreter ASFINAG Bau Management GmbH


E-Mail: manuel.prentner@asfinag.at

Für allgemeine Fragen unser Streckennetz betreffend (Baustellen, Behinderungen...) kontaktieren Sie bitte das ASFINAG Service Center unter der Telefonnummer 0800 400 12 400.


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