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S 10 Mühlviertler Schnellstrasse Unterweitersdorf – Freistadt Nord (B 310)

Das Projekt

Die S 10 Mühlviertler Schnellstraße verläuft laut Bundesstraßengesetz von Unterweitersdorf (A 7) über Freistadt bis zur Staatsgrenze bei Wullowitz.

 

2009 starteten die ersten Bauarbeiten im südlichen Abschnitt bei Unterweitersdorf. Aufgrund der täglichen Staus am Ende der A 7 Mühlkreis Autobahn bei Unterweitersdorf wurde dieser Bauabschnitt vordringlich errichtet und bereits im Herbst 2012 für den Verkehr freigegeben. Auf den restlichen rund 20 Kilometern laufen die Bauarbeiten auf Hochtouren. Der nächste Meilenstein, die Verkehrsfreigabe der Umfahrung Freistadt, erfolgte am 15. November 2014. Am 28. November 2014 wurde auch die Neubauröhre des Tunnels Neumarkt in Betrieb genommen und mit der Sanierung der Bestandsröhre begonnen. Seit 21. Dezember 2015 steht die gesamte S 10 von Unterweitersdorf bis Freistadt Nord unter Verkehr.

Standortsicherung Mühlviertel

Die S 10 ist eines der wichtigsten Straßenbauprojekte Oberösterreichs. Sie dient der infrastrukturellen Erschließung des Mühlviertels und ist für die Standortsicherung der Bezirke Freistadt und Urfahr-Umgebung von großer Bedeutung. Auch überregional betrachtet profitiert die Wirtschaft von der neuen Schnellstraße, da mit ihr der oberösterreichische Zentralraum an den südböhmischen sowie den Ostseeraum angebunden wird.

Wirksamer Schutz für 20.000 Anrainer

Neben der Wirtschaft profitieren vor allem die Region und deren Bevölkerung von der S 10. Sie führt zu massiven Verkehrsentlastungen auf der bestehenden B 310 und damit zu hohen Immissionsentlastungen in den Siedlungsbereichen. Die Zahlen sprechen für sich:

  • Ohne S 10 würden im Jahr 2025 zum Beispiel durch Kefermarkt und Neumarkt täglich rund 21.000 Kraftfahrzeuge fahren.
  • Für Freistadt werden täglich sogar 26.000 Fahrzeuge prognostiziert.
  • Mit Fertigstellung der S 10 wird sich das Verkehrsaufkommen auf der B 310 künftig um rund 60 bis 90 Prozent verringern.

Durch die Errichtung von Tunnel, Unterflurtrassen und anderer Lärmschutzeinrichtungen werden zusätzlich die Lärm- und Schadstoffbelastungen in den Gemeinden deutlich verringert. Für die rund 20.000 Anrainer bringt das eine wesentliche Verbesserung ihrer Lebensqualität.

 

Im Bild das Südportal des Tunnels Götschka bei der Anschlussstelle Unterweitersdorf.

 

Die Anschlussstelle Kefermarkt mit den beiden Unterflurtrassen Pernau (links) und Lest (rechts).

Kürzere Wege für Pendler

Schneller ans Ziel kommen nun auch die Pendler aus dem Bezirk Freistadt und Umgebung. Mit der Mühlviertler Schnellstraße verringern sich die Reisezeiten um rund vier Prozent. In Summe über das Jahr gesehen ergibt das für jeden Einzelnen doch deutlich weniger Fahrzeit, dafür mehr Freizeit.

Chronologie

Die S 10 Mühlviertler Schnellstraße wurde in vier Bauabschnitten mit sechs Baulosen errichtet. Der Bauabschnitt 1 bei Unterweitersdorf ging im Herbst 2012 in Betrieb. Er bietet eine leistungsfähige Anbindung an die beiden weiterführenden Hauptverkehrswege B 310 und B 124. Dies bewirkt eine wesentliche Verkehrsentlastung am Ende der A 7 Mühlkreis Autobahn bei Unterweitersdorf.

 

Im April 2013 wurde die knapp ein Kilometer lange sogenannte "Spange Walchshof" eröffnet. Sie ist die kürzeste Verbindung von der S 10 in das Landesstraßennetz in Richtung Lasberg und Weitersfelden und führt zu einer Entlastung der Ortsdurchfahrt von Freistadt.

 

Anfang Dezember 2013 wurde ein weiterer Meilenstein auf der S 10 erreicht: Auf den Tag genau nach zwei Jahren seit Baubeginn des Tunnels Götschka wurde der Durchschlag geschafft.

 

Die nächste Teilverkehrsfreigabe für die Umfahrung Freistadt erfolgte am 15. November 2014. In diesem Bauabschnitt liegt das neue "Wahrzeichen" Freistadts: Die markante Bogenbrücke über das Feldaisttal, 270 Meter lang und 60 Meter hoch. Ihr Herstellungsverfahren - die sogenannte "Cruziani Bauweise" - ist einzigartig. Die Holzfachwerk Konstruktion, die den Bogen bildet, wird nur durch Zargen zusammen gehalten. Hier gibt es keinen Nagel und keine Schraube.

 

S 10-Anschlussstelle Freistadt Süd

 

Die symbolische Verkehrsfreigabe der S 10 erfolgte am 12. Dezember 2015. Nach abschließenden Restarbeiten wurde die S 10 am 21. Dezember 2015 dem Verkehr übergeben.

 

Eckdaten

Gesamtlänge: 22 km
Gesamtkosten: ca. 655 Mio. Euro
Baubeginn: 2009
Teilverkehrsfreigabe Unterweitersdorf: Herbst 2012
Teilverkehrsfreigabe Umfahrung Freistadt: November 2014
Gesamtverkehrsfreigabe: 21. Dezember 2015

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Weiterführende Links

Kontakt

DI Franz Sempelmann
Teamleiter-Stellvertreter / Projektleiter Bauabschnitt Kefermarkt – Freistadt Nord ASFINAG Bau Management GmbH


E-Mail: franz.sempelmann@asfinag.at

DI Stefan Spalt
Projektleiter Bauabschnitt Tunnel Götschka Nord – Kefermarkt ASFINAG Bau Management GmbH


E-Mail: stefan.spalt@asfinag.at

Dipl.-HTL-Ing. Robert Schnabl
Teamleiter / Projektleiter Bauabschnitt Unterweitersdorf – Tunnel Götschka Nord ASFINAG Bau Management GmbH


E-Mail: robert.schnabl@asfinag.at

Ing. Egon Drabek
S 10 Ombudsmann


Telefon: +43 (0) 664 8330 777
E-Mail: ombudsmannS10@asfinag.at

Für allgemeine Fragen unser Streckennetz betreffend (Baustellen, Behinderungen...) kontaktieren Sie bitte das ASFINAG Service Center unter der Telefonnummer 0800 400 12 400.


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