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Aktuelle Projekte

A10 Tauern Autobahn Umweltentlastungsmassnahme Zederhaus Ort

Das Projekt

Im Februar 2004 unterzeichneten ASFINAG, Bund und die Länder Salzburg und Kärnten die sogenannte „Gemeinsame Erklärung zur Erarbeitung und Realisierung von Umweltentlastungsmaßnahmen" entlang der A 10 Tauern Autobahn zwischen Hüttau (Salzburg) und Lieserhofen (Kärnten). Diese Erklärung war Basis für ein umfangreiches Maßnahmenpaket zur Entlastung der Anrainer vor allem hinsichtlich Lärmemissionen. Viele dieser Umweltentlastungsmaßnahmen entlang der A 10 sind bereits errichtet. So unter anderem die Einhaúsungen Eben und Flachau im Bundesland Salzburg oder die Einhausung Trebesing in Kärnten. Seit August 2013 laufen in der Lungauer Gemeinde Zederhaus die Arbeiten für die Errichtung der rund 3,3 Kilometer langen Umweltentlastungsmaßnahme.

 

 Die Einhausung Zederhaus nach ihrer Fertigstellung.

Lärmentlastung für 1.200 Anrainer

Die A 10 führt derzeit im engen Lungauer Gebirgstal direkt neben der Gemeinde Zederhaus vorbei. Mit Errichtung der neuen Umweltentlastungsmaßnahme wird die Autobahn auf einer Länge von rund 1,5 Kilometern im Bereich Zederhaus Ort eingehaust. 1.200 Anrainer erfahren damit optimalen Lärmschutz und eine wesentliche Verbesserung ihrer Lebensqualität.

Die Vorteile auf einen Blick

  • Optimaler Lärmschutz für 1.200 Anrainer.
  • Kein Anschnitt des Kriechhanges.
  • Geringfügige Verlegung des Zederhausbaches.
  • Rückbau von derzeit drei Brücken zu künftig drei Großdurchlässen.
  • Optimale Landschaftseinbindung.
  • Maximaler Flächengewinn für die Gemeinde Zederhaus.

Die Eckpunkte des Bauprojektes

  • Einhausung der A 10 auf einer Länge von 1.545 Metern.
  • 875 Meter Autobahn im Ortszentrum von Zederhaus werden um bis zu 15 Meter in Richtung Zederhausbach verlegt.
  • Eintiefung dieses Bereiches um bis zu zwei Meter.
  • Einschüttung der tiefer gelegten Einhausung auf der Dorfseite.

Nach Fertigstellung der Einhausung Zederhaus wird die Oberfläche begrünt.

A 10 Tauern Autobahn Einhausung Zederhaus Absenkung und Verschiebung A 10 Tauern Autobahn Einhausung Zederhaus Nordportal

Projektstatus

Im August 2013 starteten die Arbeiten vor Ort, wobei zuerst entsprechende Verbreiterungen für künftige Verkehrsführungen errichtet wurden. In diesem Zuge wurden auch 3 Durchlässe unter bereits bestehenden Autobahnbrücken errichtet, sodass in weiterer Folge der Abbruch des Bestandes vorgenommen werden konnte. Bis August 2015 konnten schließlich die Rohbauarbeiten an der Tunnelröhre in Fahrtrichtung Villach abgeschlossen werden. Darauf folgte die Ausstattung der Betriebs- und Sicherheitsausrüstung (Beleuchtung, Belüftung, Funk, sonstige Verkabelungen) auf den Ausrüstungstand eines modernen Straßentunnels, sodass die erste Röhre in Fahrtrichtung Villach am 23. Dezember 2015 für den Verkehr plangemäß freigegeben wurden.

 

Einhausung Zederhaus: Modernste Sicherheitsausrüstung in der Tunnelröhre.

 

 Einhausung Zederhaus: Zufahrt zum Nordportal.

 

Seit Jänner 2016 laufen nunmehr die Arbeiten zur Errichtung der Einhausung in Fahrtrichtung Salzburg, wobei hier geplant ist das Tunnelgewölbe bis Ende Oktober 2017 zu errichten, um wiederum im unmittelbaren Anschluss die Betriebs- und Sicherheitsausrüstung zu installieren. Die Gesamtverkehrsfreigabe beider Röhren ist im März 2017 und der Abschluss der Einschütt- und Begrünungsarbeiten für Sommer 2017 vorgesehen.

Sämtliche Arbeiten laufen unter Verkehr, wobei in Hauptreiszeiten immer zwei Fahrspuren pro Fahrtrichtung zur Verfügung stehen.

 

Arbeiten an der Betoninnenschale der Einhausung Zederhaus in Fahrtrichtung Salzburg

 

Laufen auf Hochtouren: Vorauseilende Fundierung für die Einhausung Zederhaus in Fahrtrichtung Salzburg.

 

Ansprechpartner vor Ort

Projekte in dieser Größe lassen sich nicht ganz ohne Behinderungen während der Bauzeit abwickeln - trotz bestmöglicher Planungen im Vorfeld. So kann es zu Behinderungen aufgrund des Baustellenverkehrs kommen. Es müssen etwa bestehende Wegverbindungen bei Brücken oder der angrenzenden Lawinengalerie unterbrochen werden. Die ASFINAG legt in dieser Zeit eigene Ersatzwege an. Diese können von Lkw aber nur eingeschränkt benutzt werden. Unser Ziel ist es jedoch, die Einschränkungen für Anrainer und Autofahrer auf ein Minimum zu reduzieren. Für Kritik, Anregungen oder Wünsche während der Bauzeit stehen als Ansprechpartner unsere Mitarbeiter sowie jene der ausführenden Firma Felbermayr zur Verfügung.

Eckdaten

Gesamtlänge: 3,3 km, davon
Einhausung: 1,5 km
Gesamtkosten: ca. 69 Mio. Euro
Baubeginn: August 2013
Geplante Verkehrsfreigabe: 2017

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Kontakt

Mag. (FH) Josef Heiss
Projektleiter ASFINAG Bau Management GmbH


E-Mail: josef.heiss@asfinag.at

Thomas Schrodis
Bauleiter Felbermayr


E-Mail: thomas.schrodis@felbermayr.cc

Für allgemeine Fragen unser Streckennetz betreffend (Baustellen, Behinderungen...) kontaktieren Sie bitte das ASFINAG Service Center unter der Telefonnummer 0800 400 12 400.


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