Für mehr Sicherheit: Verkehrsbeeinflussungsanlagen

Besserer Verkehrsfluss, mehr Verkehrssicherheit, weniger Stau und Umweltbelastung - das sind die Ziele beim Einsatz von Verkehrsbeeinflussungsanlagen (VBA) im ASFINAG Streckennetz. 17 solcher Anlagen sind derzeit österreichweit in Betrieb. Auf plötzliche, unvorhersehbare Ereignisse kann mit den VBA prompt reagiert werden - beispielsweise bei einem Unfall mit Empfehlungen für Ausweichrouten.

Funktionsweise der VBA

Eine Vielzahl von Sensoren erfassen Verkehrs- und Umfelddaten entlang der Autobahnen und Schnellstraßen. Sie detektieren einerseits die Verkehrsmenge und Geschwindigkeiten, andererseits witterungsbedingte Gefahren wie Nässe oder Sichtbehinderungen. In Abhängigkeit von den gemessenen Daten werden automatisch unterschiedliche Geschwindigkeitsbeschränkungen beziehungsweise Warnungen auf den VBA geschalten.

Vieles wird jedoch von den Operatoren übernommen. Sie sind rund um die Uhr in den neun regionalen Verkehrsmanagementzentralen in ganz Österreich im Einsatz und haben Überblick über das Netz der ASFINAG. Bei Ereignissen - wie etwa Unfällen oder Pannen - können sie manuell Geschwindigkeitsbeschränkungen und Warnungen schalten.

Es werden zwei Typen von VBA unterschieden:

  • Streckenbeeinflussungsanlagen informieren auf dem Straßennetz über plötzlich eintretende Ereignisse (zum Beispiel Unfälle oder Schnee) und harmonisieren die Geschwindigkeiten auf Basis der vorherrschenden Gegebenheiten (Verkehrsaufkommen, Stau-Ereignisse und vieles mehr).
  • Netzbeeinflussungsanlagen können im Ereignisfall direkt entlang der Autobahn auf den Überkopfwegweisern eine Alternativroute vorschlagen beziehungsweise auf diese umleiten.

Verkehrsbeeinflussungsanlagen in Betrieb

  • A 1, A 7, A 8, A 9, A 25 Großraum Linz
  • A 1, A 10 Großraum Salzburg
  • A 2 Süd Autobahn in Kärnten
  • A 2, A 9 Großraum Graz
  • A 3, A 21, A 23 Großraum Wien
  • A 4 Ost Autobahn
  • A 12 Inntal Autobahn
  • A 13 Brenner Autobahn
  • S 1 Wiener Außenring Schnellstraße

Die VBA und der "Lufthunderter"

Schaltungen aufgrund erhöhter Schadstoffbelastung basieren auf dem Immissionsschutzgesetz-Luft und sind für Autofahrer durch den Hinweis „IG-L" erkennbar. Die von den Bundesländern betriebenen Luftgütemessstellen übermittelt halbstündlich die gemessenen Schadstoffbelastungen an die ASFINAG. Diese Werte werden mit Verkehrsdaten kombiniert und ergeben die Anforderung, die IG-L Schaltung ein- bzw. auszuschalten. Schaltwechsel sind dabei immer 10 min. nach der vollen und halben Stunde möglich – Ausnahme Steiermark: Hier wird immer um punkt und halb geschaltet. Die zugrunde liegenden Algorithmen und Schwellenwerte wurden dabei vom jeweiligen Bundesland vorgegeben.

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