Abkommensunfälle / Randabsicherungen (Leitschienen und Betonleitwände)
Abkommensunfälle stellen etwa 38% aller Unfälle und fast die Hälfte aller Getöteten. Die Unfallschwere von Kollisionen mit Mittelleitschienen (Abkommen links) konnte in den letzten acht Jahren halbiert werden. Im Maßnahmenpaket zur Verbesserung der Randabsicherung und der Reduzierung der Unfallfolgen bei seitlichem Abkommen werden bereits heuer Lücken in den Leitschienen unter 150 m geschlossen. Um die Anprallwirkung an Leitschienen beim Abkommen von der Hauptfahrbahn zu verringern, werden Leitschienen-Anfangselemente angebracht, die in der Lage sind, die Anprallenergie abzufangen.
Abkommensunfälle / Rumpelstreifen
Die ASFINAG nimmt die hervorragenden Sicherheitseffekte von „Rumpelstreifen“ zum Anlass, diese oder ähnliche Markierungssysteme zu forcieren. Damit kann ebenfalls wirkungsvoll zur Reduktion von Abkommensunfällen beigetragen werden.
Sicherheitsinspektionen (Road Safety Inspections – RSI)
Durchführung von 150 km Road Safety Inspections. Im Rahmen von solchen Inspektionen werden Straßenabschnitte von unabhängigen Gutachtern sicherheitstechnisch unter die Lupe genommen und Maßnahmen zur Verbesserung entwickelt.
Sicherheitsstandards im Vorfeld der Errichtung / des Ausbaus des Netzes (Road Safety Audits – RSA)
Mittels eines Road Safety Audits erfolgt eine Qualitätssicherung vor Baubeginn. Nach Fertigstellung der Pläne, für Ausbauten oder für neue Strecken werden diese durch einen Auditor auf alle Aspekte der Verkehrssicherheit geprüft.
Die ASFINAG hat ihr Sicherheitsmanagement sowohl für bestehende als auch für neue Tunnel auf völlig neue Beine gestellt. Die Nachrüstungsmaßnahmen dienen vor allem der Vermeidung von Unfällen und der Verbesserung der Selbstrettungsmöglichkeiten. Sie umfassen folgende Bereiche:
Die Forderungen des Straßentunnelsicherheitsgesetzes (STSG 2006) nach dem Vollausbau von Tunnelröhren im Gegenverkehr bis 2019 werden vom Ausbauprogramm der ASFINAG erfüllt.
Projekt Coopers
Im Zuge des Projektes Coopers wird intensiv an unterstützenden Systemen geforscht, die den Lenkern helfen, den Anforderungen des Verkehrs zu jeder Zeit gerecht zu werden. Dabei werden punktgenau verlässliche Verkehrsinformationen in eine On-Board-Unit überspielt, die rechtzeitig über die aktuelle Verkehrslage informiert. Somit kann der Fahrer die adäquaten Maßnahmen setzen wie Verringerung der Geschwindigkeit, Fahrstreifenwechsel etc.