Bei Staubildung Rettungsgasse

Seit 2012 muss die Rettungsgasse auf Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen vorausschauend gebildet werden.

Es gilt: Bei Staubildung RETTUNGSGASSE!

 

Die Vorteile der Rettungsgasse liegen auf der Hand

  • klare und einfache Verhaltensregeln
  • rasches Vorankommen und Eintreffen der Einsatzkräfte
  • breite Zufahrtsmöglichkeit
  • schnelle Versorgung von Verletzten
  • keine Behinderung der Zufahrt durch defekte Fahrzeuge am Pannenstreifen
  • einheitliches Prinzip mit Nachbarländern Deutschland, Slowenien, Schweiz

 

Verkehr stockt: Rettungsgasse bilden!

Vorausschauend müssen bei stockendem Verkehr alle Fahrzeuge, die den ganz linken Fahrstreifen befahren, so weit nach links wie möglich fahren und alle anderen so weit nach rechts wie notwendig, um dazwischen eine freie Spur zu bilden. Dabei soll auch der Pannenstreifen benützt werden. Die Fahrzeuge haben sich parallel zum Fahrbahnverlauf einzuordnen, da es durch schräg stehende Fahrzeuge zu weiteren Behinderungen kommt und auch das eigene Fortkommen im Stau damit erschwert wird.

 

Wann?

Sobald der Verkehr ins Stocken gerät und ein Stau droht, müssen alle Verkehrsteilnehmer den Weg für Einsatzkräfte freihalten - egal ob Sie sich auf einer zwei- oder mehrspurigen Autobahn oder Schnellstraße befinden. Rettung, Feuerwehr und Polizei können so im Notfall ungehindert passieren.

 

Wie?

Alle Fahrzeuge der linken Spur fahren so weit wie möglich nach links und ordnen sich parallel zur Straße am Rand ein. Alle anderen fahren so weit wie möglich nach rechts, auch auf den Pannenstreifen.

Schulungsvideo: Wie die Rettungsgasse auf drei- und vierspurigen Autobahnen und Schnellstraßen gebildet wird.

Missachtung der Rettungsgasse ist kein Kavaliersdelikt

Gebildet wird die Rettungsgasse von allen Verkehrsteilnehmern, die ihrerseits zum vorausschauenden Fahren verpflichtet sind. Denn die Rettungsgasse funktioniert nur dann, wenn sich alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer daran halten und den Einsatzkräften eine schnelle und sichere Zufahrt zum Unfallort ermöglichen.

Gebildet wird die Rettungsgasse nicht erst in der Stausituation, sondern bereits dann, wenn der Verkehr stockt. Wer sich nicht einordnet, oder sogar die Rettungsgasse befährt, riskiert Leben. Und eine Mahnung: Für die Behinderung von Einsatzfahrzeugen oder widerrechtliches Befahren der Rettungsgasse werden Strafen von bis zu 2.180 Euro fällig.

Die Regeln sind klar. Verkehrsteilnehmer auf der linken Spur müssen so weit wie möglich nach links. Alle Verkehrsteilnehmer auf der rechten Spur ordnen sich möglichst weit rechts auf der Fahrbahn ein und benützen dafür gegebenenfalls auch den Pannenstreifen. Damit gilt in Österreich das gleiche Prinzip wie in den Nachbarländern Deutschland, Tschechien, Slowenien und der Schweiz.

 

Aktuelle Informationsmaßnahmen

  • 170 Brückentransparente
  • Rund um die Uhr Auskunft gibt das ASFINAG Service Center
  • Hinweistafeln an den Autobahn-Grenzübergängen in der jeweiligen Landessprache und Englisch
  • Rettungsgasseninfos auf jährlich rund zwölf Millionen Zahlungsbelegen für die ASFINAG Sondermautstrecken
  • Infos speziell für Lkw-Lenker: Bei Maut-Transaktionen für den Schwerverkehr an den 180 GO-Vertriebsstellen
  • Österreichweit 50 Überkopfanzeigen in deutscher und englischer Sprache
  • Spezielle Rettungsgassen-Infos in Knotenbereichen: Am Altmannsdorfer Ast in Wien sowie am Knoten Linz
Unser Tipp
Was Sie über die Rettungsgasse noch wissen sollten, haben wir für Sie in einem Fragenkatalog zusammengefasst. Interessiert? Einfach reinklicken! Mehr…

Ja zur Rettungsgasse

AktuelleUmfrageergebnisse belegen: 98 Prozent ist die Rettungsgasse ein Begriff – 94 Prozent wissen, wie sie gebildet wird. Für 82 Prozent ist die Einführung der Rettungsgasse sinnvoll.

 

Zwei Jahre nach Einführung der Rettungsgasse ziehen Rettung und Feuerwehr erneut positive Bilanz. Ergebnis der aktuellen dritten Stufe der Evaluation des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV): Helfer sagen, in sechs von zehn Fällen klappt die Rettungsgasse sehr gut oder gut. Die Einsatzorganisationen sagen: Es war gut und richtig, die Rettungsgasse einzuführen! Mehrere Umfragen und Interviews mit Verkehrsexperten brachten bereits Positives zu Tage: Praktisch alle Lenker kennen sie und die ganz klare Mehrheit hält sie für sinnvoll.

 

Das Ergebnis im Detail

  • Die Rettungsgasse funktioniert überwiegend „sehr gut" oder „gut".
  • Die Rettungsgasse wird an der richtigen Stelle der Fahrbahn gebildet.
  • Die Rettungsgasse funktioniert auf zweistreifigen Abschnitten reibungslos (knapp 1.900 von rund 2.200 Autobahn-Kilometern), auf drei oder mehr Fahrstreifen kommt es teilweise zu Problemen.
  • Im Bereich von Auf- und Abfahrten orten Rettungsorganisationen keine Probleme. Größeren Fahrzeugen wird hier gelegentlich die Einfahrt in die Rettungsgasse erschwert.
  • Wo Stau tägliche Routine ist besteht weniger Bereitschaft zur Rettungsgassen-Bildung als beim Wissen um eine Unfallsituation.

 

Für 82 Prozent ist die Einführung der Rettungsgasse sinnvoll!

82 Prozent der Befragten sagen, die Einführung der Rettungsgasse in Österreich ist sehr sinnvoll oder sinnvoll. Nur sechs Prozent sehen in der Rettungsgasse keinen Sinn. 98 Prozent der Autofahrer ist die Rettungsgasse ein Begriff. 94 Prozent wissen, wie sie gebildet wird.

 

Noch besser durch Information und Kontrolle

Seit Jänner 2012 wurde die Rettungsgasse im Großen und Ganzen sehr gut von den Autofahrern in das tägliche Verkehrsgeschehen integriert. Probleme sind örtlich und zeitlich begrenzt. Aus der Gesamtheit der Umfragen, den Erfahrungswerten der Verkehrsexperten in der Praxis sowie jener der Einsatzorganisationen ergeben sich mögliche Maßnahmen für ein noch besseres Funktionieren der Rettungsgasse:

  • Mehr Kontrolle durch die Exekutive sowie öffentlichkeitswirksame Infos dazu.
  • Bewusstseinsbildung und Information: Die Österreicherinnen und Österreicher sind grundsätzlich sehr gut informiert. Noch mehr konkrete Infos zum richtigen Zeitpunkt, etwa bei stockendem Verkehr, und korrekter Bildung, speziell lokalisiert etwa auf Autobahnabschnitten mit vier Fahrbahnstreifen.
  • Frühzeitige Information auf der Strecke, zum Beispiel über Verkehrsfunk und Anzeigetafeln.
(c) asfinag
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