A 7 Mühlkreis Autobahn

Sanierung Voestbrücke – Anschlussstelle Dornach

Im ersten Bauabschnitt wurden links und rechts der bestehenden Voestbrücke zwei zusätzliche Brücken („Bypässe“) errichtet. Ein wesentliches Ziel der Bypassbrücken ist weniger Stau bei der Donauquerung durch eine Entflechtung der Verkehrsströme: Lenkerinnen und Lenker, die nach Linz wollen oder von Linz kommen, werden von jenen getrennt, die Linz „nur“ durchfahren. Sind die beiden Brücken fertiggestellt, rollt somit nur noch der Durchzugsverkehr auf der Hauptbrücke. Weiters führt auf jeder Bypassbrücke ein Geh- und Radweg. Die Verkehrsfreigabe der Bypassbrücken erfolge am 28.08.2020, die Gesamtfertigstellung im Februar 2021.

Die Errichtung der Bypassbrücken (2018-2021) stellte gleichzeitig auch eine wesentliche Voraussetzung für die Umsetzung der nachlaufenden Sanierung der Voestbrücke dar.

Mit der Errichtung der neun Kilometer langen S 34 verfolgt die ASFINAG zwei zentrale Ziele: Weniger Verkehr und mehr Lebensqualität entlang der B 20 Mariazeller Straße und kürzere Wege durch die verbesserte Anbindung an die A 1 West Autobahn.

Wir bauen für Sie. Ihre Vorteile im Überblick.

Eckdaten
  • Gesamtlänge rund 3 Kilometer
  • Gesamtkosten rd. 40 Millionen Euro
  • Baubeginn vss. Februar 2022
  • Geplante Fertigstellung etappenweise ab November 2023 bis Mai 2024
  • Verbesserter Umweltschutz
    Erneuerung der Straßenentwässerung und Errichtung von Gewässerschutzanlagen
  • Sicher unterwegs
    Erneuerung Fahrbahnen und aller Brücken im Abschnitt
  • Mehr Fahrkomfort
    Erneuerung der Beleuchtung im gesamten Abschnitt

Das Projekt im Detail

Die A 7 Mühlkreis Autobahn steht im gegenständlichen Streckenabschnitt seit rund 50 Jahren unter Verkehr. Die Voestbrücke über die Donau wird als wichtige Pendelstrecke täglich von rd. 100.000 Fahrzeugen genutzt und zählt damit zu den am stärksten befahrenen Streckenabschnitten im österreichischen Straßennetz.

Laufende Bestandsuntersuchungen zeigen, dass insbesondere Teile der Voestbrücke technisch am Ende der Lebensdauer angelangt sind. Bereits aktuell müssen zur Gewährleistung der Verfügbarkeit immer wieder Sofortmaßnahmen im Bereich der Fahrbahnübergänge, Brückenlager und des Belags meist in Nachtarbeit und kurzfristig umgesetzt werden. 

Darüber hinaus entsprechen auch die Beleuchtung und insbesondere die Ableitung und Reinigung der Straßenwässer nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik. Die Instandsetzung verfolgt damit auch wesentliche Ziele bei der Verbesserung der Verkehrssicherheit und des Umweltschutzes.

Im Zuge der nachlaufenden Sanierung der Voestbrücke und des Streckenabschnitts zwischen den Anschlussstellen Hafenstraße und Dornach werden folgende Maßnahmen umgesetzt:

  • Sanierung der bestehenden Voestbrücke (Korrosionsschutz Brückendeck, Fahrbahndecke, Widerlager, Fahrbahnübergänge, Lager, Brückenausrüstung, Taubenabwehr)
  • Erneuerung der Entwässerung, des Straßenbelags und der Beleuchtung zw. den Anschlussstellen Urfahr und Dornach
  • Sanierung der Anschlussstelle Dornach (Straßenbelag, Entwässerung, Beleuchtung)
  • Instandsetzung Talübergang Auhof (Länge 420 Meter): Erneuerung Kragplatte, Randbalken und Abdichtung, Betoninstandsetzungen und Sanierung der Brückenlager
  • Instandsetzung von zwei kleineren Brückenobjekten im Bereich Urfahr
  • Errichtung von zwei neuen Gewässerschutzanlagen (GSA) und Anbindung an die bestehende GSA im Bereich der Brücke M5 (Talübergang Auhof)

Eine besondere Herausforderung und Hauptaugenmerk bei der Projektvorbereitung stellt, wie schon beim Bau der Bypassbrücken, die Verkehrsführung dar.

Für Arbeiten an der Voestbrücke ist 2022 und 2023 jeweils die Sperre einer Richtungsfahrbahn notwendig:

  • Baufeld 2022 RFB Freistadt gesperrt (RFB Linz offen)
  • Baufeld 2023 RFB Linz gesperrt (RFB Freistadt offen)

Eine Richtungsfahrbahn der Voestbrücke wird jeweils zum Baufeld (siehe oben). Während der laufenden Sanierung werden auf den beiden neuen Bypassbrücken jeweils 3 reduzierte Fahrstreifen geführt (aktuell: 2 Fahrstreifen je Bypassbrücke). Im Bereich zwischen der Anschlussstelle Dornach und der Anschlussstelle Urfahr werden die 4 Fahrstreifen der beiden Richtungsfahrbahnen baustellenbedingt durchgehend auf einer Richtungsfahrbahn verengt geführt (so genannte „4+0 Verkehrsführung“, die andere Seite ist dann Baufeld). Im Bereich der ASt. Dornach sind ablaufbedingt einzelne Rampen zu sperren. Die Geschwindigkeitsbeschränkung im Baufeld wird wie beim Bau der Bypassbrücken 60 km/h betragen.

Zusätzlich wird nach derzeitigem Informationsstand zu Beginn der Sanierungsarbeiten Anfang 2022 auch die derzeit in Bau befindliche "Neue Donaubrücke Linz" (der Stadt Linz) wieder zur Verfügung stehen und einen Teil des donauquerenden Verkehrs aufnehmen.

Das Projekt befindet sich aktuell in der Planungsphase. Die erforderlichen Genehmigungen nach dem Wasserrechts- und Naturschutzgesetz wurde im Juli 2019 bei der zuständigen Behörde beantragt. Die Erlassung der Bescheide wird im 2.Quartal 2021 erwartet. Derzeit werden die technischen Projekte für die Veröffentlichung der Bauausschreibung finalisiert. Die Ausschreibung der Bauleistungen erfolgt voraussichtlich im Sommer 2021.

Der Bau im Zeitraffer 2018 – 2020

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