Hallo Leben - Nein zu Risiko!

Man weiß es und macht's oft trotzdem nicht: aufs Tempo achten, rechts fahren oder sich beim Lenken nicht ablenken lassen. Ändern wir unser Verhalten und machen Österreichs Straßen sicherer. Damit wir gemeinsam sagen können: Hallo Leben!

Mit der Initiative HALLO LEBEN rufen wir zu einem sicheren Miteinander, mehr Eigenverantwortung und damit sicheren Ankommen auf. Die Botschaft ist klar: Kein Risiko für sich und andere in Kauf nehmen.

 

Hallo Ankommen, Hallo Mitmachen!

Ankommens-Momente sind so vielfältig wie das Leben selbst: bei der Familie, beim Fußballtraining, dem Urlaubsziel, beim Konzertbesuch, der Grillparty.

Zeigen Sie auf unserer Mitmach-Seite halloleben.at ganz Österreich, wo Sie im Leben gerne ankommen.

 

Mitmachen ist denkbar einfach:

  1. Machen Sie ein Foto von Ihrem persönlichen Ankommens-Moment
  2. Gehen Sie auf halloleben.at und platzieren Sie einen Pin auf Ihrem Standort: Klicken Sie dafür auf die Österreich-Karte.
  3. Laden Sie das Bild mit Ihrem persönlichen Ankommens-Moment hoch.
  4. Schreiben Sie Ihr Statement dazu: was macht Ihren persönlichen „Hallo Leben-Moment" aus?
    Beispiel: „Hallo Gipfelsieg", „Hallo Kinoabend", Hallo Abhängen mit Freunden"
  5. Teilen Sie Ihren Moment mit Ihren Freunden.

Unter allen Teilnehmenden verlosen wir Gutscheine für Verkehrssicherheitstrainings von ÖAMTC und ARBÖ.

(c) asfinag

 

Machen Sie mit!

Teilen Sie Ihren #HALLOLEBEN Moment mit uns und setzen Sie ein Zeichen für mehr Sicherheit im Straßenverkehr. 

 

Machen Sie mit bei der Initiative Hallo Leben

Verkehrssicherheit ist Teamwork

(c) asfinag

Wir, die ASFINAG, sind für sichere Straßen verantwortlich und investieren jeden zweiten Euro in mehr Sicherheit auf Autobahnen und Schnellstraßen. Aber nur, wenn möglichst alle die wichtigsten Regeln befolgen, klappt es mit der Verkehrssicherheit.

Die größten Unfallursachen auf Autobahnen und Schnellstraßen sind:

  1. Ablenkung / Unachtsamkeit
  2. Rasen / zu hohe Geschwindigkeit
  3. Zu wenig Abstand
  4. Übermüdung

Nach der vorläufigen Unfallbilanz für 2016 kamen 46 Menschen ums Leben. Bei der Hälfte aller tödlichen Unfälle war Unachtsamkeit oder Ablenkung die Ursachen.

Wir alle wollen sicher ankommen: zuhause bei der Familie, bei Freunden oder im Urlaub. Also gilt es, die wichtigsten Regeln hinterm Lenkrad zu beachten.

 

Tipps

  • Volle Konzentration
    Autofahren ist keine Nebentätigkeit, sondern erfordert Ihre gesamte Aufmerksamkeit.
  • Handy weg vom Steuer
    Ablenkung ist Hauptursache für tödliche Verkehrsunfälle. Telefonieren Sie während der Autofahrt nur mit Freisprecheinrichtung. Versenden oder lesen Sie keine SMS oder WhatsApp Nachrichten.
  • Mach mal Pause
    Bei längeren Autofahrten fährt jeder zweite gerne durch, um schneller ans Ziel zu kommen. Dabei leidet jedoch Ihre Konzentration, Sie werden müde, unkonzentriert, unachtsam. Legen Sie deswegen alle zwei Stunden ein Pause ein und bringen Sie ihren Kreislauf durch ein wenig Bewegung auf Trab.
  • Runter vom Gas
    Fahren Sie nicht schneller als erlaubt und passen Sie Ihre Geschwindigkeit den vorherrschenden Witterungsverhältnissen an.
  • Mit Abstand am sichersten
    Halten Sie auf Autobahnen und Schnellstraßen mindestens zwei Sekunden Abstand. Denn nah am Vordermann heißt nah am Unfall. Jede/r zweite Lenkerin oder Lenker hält mit Tempo 130 bei guten Verhältnissen auf Autobahnen nicht einmal 20 Meter Abstand. Nur wer ausreichend Abstand hält, hat jedoch überhaupt eine Chance zu reagieren.

Bundesminister Jörg Leichtfried zur ASFINAG Initiative "Hallo Leben":

Umfrage zeigt: Risikoverhalten weit verbreitet

Das IFES-Institut in Wien hat im Auftrag der ASFINAG 1000 Lenkerinnen und Lenker befragt, wie sie hinterm Steuer „ticken".

Ablenkung ist als Unfallursache Nr. 1 bekannt und fast 70 Prozent sagen, dass die Verantwortung für ein sicheres Ankommen großteils bei einem selber liegt. Gleichzeitig geben knapp 60 Prozent der Befragten offen zu, dass sie hochriskante Verhaltensweisen an den Tag legen, wenn sie zu spät dran sind oder dringend zu einem Termin müssen.

Bei 41 Prozent sind bereits Menschen aus dem engen Freundes- oder Bekanntenkreis bei einem Verkehrsunfall getötet worden oder leiden an den Folgen.

 

Fast 90 Prozent sehen sich als Sicherheitsbewusst – und überschätzen ihr Können

Auffällig 87 Prozent der Befragten stufen ihren Fahrstil als „großteils sicherheitsbewusst" ein. Knapp die Hälfte meint besser zu fahren „als die meisten anderen".

 

 

 

 

 

 

Der richtige Sicherheitsabstand wird massiv falsch eingeschätzt

Wenn Sie auf einer Autobahn mit 130 km/h fahren, was schätze Sie, wieviel Abstand halten Sie zum Fahrzeug vor Ihnen?

Bei Tempo 130 hält jede/r zehnte Befragte einen Abstand von maximal zwei Fahrzeuglängen. Sechs von zehn schätzen, dass drei bis sechs Fahrzeuge Platz hätten. Neun oder mehr Fahrzeuglängen Abstand halten nur elf Prozent.
RICHTIG: Halten Sie mindestens 70 Meter, also etwa 14 Fahrzeuglängen, Abstand zum Vordermann. Das entspricht zwei Sekunden Mindestabstand für ausreichenden Reaktions- und Bremsweg bei guten Bedingungen.

 

Sechs von zehn ignorieren Tempolimits bei Termindruck und „freier Fahrt".

Grafik "In welchen Situationen sind Sie in der Vergangenheit schon mal schneller gefahren als erlaubt?"

Knappe 60 Prozent fahren schneller, wenn sie zu spät dran sind oder dringend zu einem Termin müssen!

 

 

 

 

Pausen sind enorm wichtig für die Verkehrssicherheit, gelten aber als lästig

Grafik "Wenn Sie eine längere Fahrt machen, wann und wie oft machen Sie Pause?"

Bei längeren Autofahrten (mehr als zwei Stunden) fährt jede/r zweite Befragte gerne durch, um schneller am Ziel zu sein. Pausen werden möglichst kurz gehalten und nur gemacht, wenn es nicht anders geht oder Beifahrer das wünschen. RICHTIG: Machen Sie unbedingt alle zwei Stunden eine Pause, damit Sie ausreichend konzentriert und fit für die Fahrt sind!

 

 

 

 

 

 

Klare Mehrheit der Österreicherinnen und Österreicher für Sicherheitskampagnen

Grafik: "Welche Maßnahmen sind Ihrer Meinung nach wichtig, um auf das Thema Sicherheit im Straßenverkehr aufmerksam zu machen?"

Laut der aktuellen Umfrage gelten Info-Maßnahmen zur Bewusstseinsbildung im Straßenverkehr als zielführend. Drei von vier Befragten sagen, dass Info-Schwerpunkte zur Verkehrssicherheit wichtige und positive Impulse für das Bewusstsein und das Nachdenken sind. 

Warum verhalten sich so viele falsch – und das meist trotz besseren Wissens?

Ein Fahrzeug zu lenken ist Routine, eine Alltagshandlung, läuft oft unbewusst und nebenbei ab. Es steht viel zu selten im Fokus der Aufmerksamkeit. Nebentätigkeiten oder „Kavaliersdelikte", wie geringe Tempoüberschreitung, werden in ihrem Risikopotential massiv unterschätzt. Dazu kommt enorme Selbstüberschätzung.

Eine weitere Ursache ist, dass Gefahren oft nicht als solche wahrgenommen oder falsch eingeschätzt werden. Das gilt keineswegs nur für Führerschein-Neulinge, die erst lernen müssen, mögliche gefährliche Situationen im Voraus zu erkennen, sondern betrifft auch erfahrene Lenkerinnen und Lenker.

Fehleinschätzungen kommen nicht nur in komplexen Situationen vor, sondern auch bei einfachen Herausforderungen auf bestens bekannten täglichen Routinestrecken. Der Großteil der Unfälle auf Autobahnen und Schnellstraßen passiert im Nahbereich des Wohnorts, also quasi vor der „Haustüre". Zwei Drittel der Unfälle ereignen sich innerhalb eines Radius von 50 Kilometer vom Wohnort entfernt.

Autofahren ist auch bei größter Routine immer Risikoverhalten und keine Nebentätigkeit. Es verlangt Konzentration und dass jede und jeder die eigene Sicherheit und die der anderen wichtig nimmt.

 

Verkehrspsychologin Bettina Schützhofer zur ASFINAG Initiative "Hallo Leben":

Je aufmerksamer wir sind, desto besser nützen wir unser Sehfeld
Laut Studien können wir nur drei Dinge pro Sekunde detailliert wahrnehmen und wir nützen nur einen Teil des möglichen Sehfelds. Wieviel wir nutzen, hängt stark vom Niveau der Aufmerksamkeit und von der Geschwindigkeit ab, mit der wir visuelle Reize verarbeiten.

ASFINAG-Investitionen für mehr Verkehrssicherheit

Die ASFINAG investiert jeden zweiten Euro in die Verkehrssicherheit. Die Eckpfeiler dafür liegen im Verkehrssicherheitsprogramm 2020. Das Programm umfasst 13 Handlungsfelder, 32 Schwerpunkte und 130 Einzelmaßnahmen. Damit spannt die ASFINAG einen breiten Bogen um das Thema Sicherheit. Von der Unfallvorbeugung mittels Strecken-Prüfprogrammen über die Tunnelsicherheit bis hin zur Bewusstseinsbildung beim Verkehrsteilnehmer.

Mehr als 60 Prozent der Projekte sind bereits umgesetzt und auf den Weg gebracht. Dazu gehören unter anderem:

  • Road Safety Inspection - Das Qualitätspickerl für Autobahnen und Schnellstraßen: Mehr als 1000 Kilometer - beinahe die Hälfte des österreichischen Autobahnen- und Schnellstraßennetzes - sind bereits überprüft und, wenn notwendig, adaptiert.
  • Leitschienen-Lückenschluss: Insgesamt wurden rund 170 Kilometer neue Leitschienen montiert und somit Lücken geschlossen.
  • Anpralldämpfer fungieren bei Tunnelportalen, Autobahnabfahrten, größeren Abzweigungen und in Pannenbuchten als zusätzliche "Airbags" bei Frontalaufprallen
  • Tunnelsicherheit: Insgesamt investiert die ASFINAG 1,5 Milliarden Euro in Tunnelneubauten, zweite Tunnelröhren, bauliche und elektromaschinelle Maßnahmen und Ausbau der Überwachungszentralen

ASFINAG Vorstände Alois Schedl und Klaus Schierhackl zur Initiative "Hallo Leben"