09.08.2021

Lärmschutzpaket für Großhöflein und Müllendorf im Zeitplan

Die Fertigstellung  der Lärmschutzwand für Großhöflein ist im Oktober geplant

Heuer im April hat die ASFINAG mit der Generalerneuerung der A 3 Südostautobahn zwischen Hornstein und dem Knoten Eisenstadt begonnen. Ein wichtiger Teil davon ist das umfassende Lärmschutz-Paket für die Gemeinden Großhöflein mit einer Lärmschutzwand und für Müllendorf mit einem lärmmindernden Fahrbahnbelag auf einer Länge von fünf Kilometern. Die zwischen Großhöflein und dem Knoten Eisenstadt verlaufende Lärmschutzwand „wächst“ stetig. Die letzten Elemente werden im Oktober, nach der Fertigstellung der Straßen- u. Brückensanierungen, eingehoben. Das Besondere beim Lärmschutz für Großhöflein: Es ist ein finanzielles Gemeinschaftsprojekt der Gemeinde selbst, des Landes Burgenland und der ASFINAG. Insgesamt werden gemeinsam dafür rund zwei Millionen Euro investiert. Knapp 50 Prozent dieser Kosten werden vom Land Burgenland und der Gemeinde getragen. Infrastrukturlandesrat Heinrich Dorner: „Es freut mich, dass die Arbeiten für mehr Lärmschutz entlang der A 3 so zügig vorangehen und voll im Plan sind. Mit der Lärmschutzwand wird die Lebensqualität der rund 800 Anrainerinnen und Anrainer deutlich erhöht. Damit, und mit dem Einbau von lärmminderndem Asphalt, wird der Lärm bald stark reduziert – für die Bevölkerung in den betroffenen Gemeinden bedeutet das eine spürbare Entlastung!“ Auch Großhöfleins Bürgermeister Heinz Heidenreich ist froh über die Baufortschritte: „Mit der geplanten Fertigstellung der Lärmschutzwand im Herbst und dem lärmarmen Asphalt, wird die Lärmsituation massiv verbessert. Für die Großhöfleiner Bevölkerung ist das eine große Erleichterung.“ Mit einer Höhe von fünf Metern setzt die ASFINAG einen wichtigen Schutz für die Menschen an der A 3 um: „Der Schutz der Menschen vor dem Autobahnlärm ist für uns ein wichtiges Thema, das wir ernst nehmen“, so die ASFINAG Geschäftsführer Andreas Fromm und Alexander Walcher. „Die Realisierung des Lärmschutzes für Großhöflein ist aber auch ein Vorzeigeprojekt. Es zeigt, dass gesetzlich vorgegebene Richtlinien und individuelle Forderungen vereinbar sind, wenn beide Parteien an einer guten Lösung interessiert sind und auch gemeinsam daran arbeiten.“ Die Fundamente der neuen Schallschutzwand sind so dimensioniert, dass die Wand zukünftig bei Bedarf auf bis zu 7,5 Meter erhöht werden kann. Damit ist ein nachhaltiger und vor allem wirksamer Schutz für die Gemeinde Großhöflein sichergestellt.

Gemeinsame Finanzierung

Zur Realisierung der Lärmschutzwand für die Gemeinde Großhöflein, war die Mitfinanzierung Dritter notwendig. Nach mehr als zwei Jahren der Verhandlungen, konnte 2019 mit dem Land Burgenland und der Gemeinde Großhöflein eine Einigung über die umzusetzende Bauvariante und deren Finanzierbarkeit getroffen werden.

Gestaltet wurde die Schutzwand vom Wiener Architekturbüro „raum-werk-stadt“. Die Idee des ausführenden Architekten Rupert Königswieser war, das Leithagebirge abzubilden. Erreicht wird dieser Effekt durch die Knicke der Wand und die daraus resultierenden Licht- und Farbeffekte. Für die Lärmschutzwand kommen vier Materialien zum Einsatz. Beton für den Sockel, Kassetten aus Holzbeton und Aluminium sowie Acrylglaselemente.

Generalerneuerung der A 3

Zeitgleich mit der Errichtung der Lärmschutzwand für die Gemeinde Großhöflein, startet die Generalerneuerung der A 3 zwischen Hornstein und dem Knoten Eisenstadt. Auf den knapp neun Kilometern der A 3 werden bis 2023 in drei Bauabschnitten die Fahrbahn, die Auf- und Abfahrten und die insgesamt 13 Brücken saniert. Entlang des gesamten Siedlungsgebietes von Müllendorf bis zum Knoten Eisenstadt auf einer Länge von fünf Kilometern kommt ein lärmmindernder Fahrbahnbelag zum Einsatz.

Der konkrete Zeitplan der Sanierung der A 3 sieht bis 2022 die Erneuerung des Bereiches Müllendorf bis Eisenstadt – inklusive Einbau des lärmmindernden Fahrbahnbelages vor. Bis 2023 erfolgt dann die Instandsetzung bis Hornstein. In die Generalerneuerung der Südostautobahn vom Knoten Eisenstadt bis Hornstein investiert die ASFINAG rund 30 Millionen Euro.