28.06.2021

Projekt Tangente Neu bringt „heißen“ Sommer auf der A 23

Umfangreiche Sperren von Auf- und Abfahrten im Knoten Kaisermühlen und bei der Hochstraße St. Marx

Die Sommermonate Juli und August nutzt die ASFINAG, um auf der A 23 Arbeiten durchzuführen die mit umfangreichen Auf- und Abfahrtssperren verbunden sind. So muss im Knoten Kaisermühlen eine der am stärksten befahrenen Verbindung auf der Richtungsfahrbahn Norden (Stadlau) gesperrt werden: Die Auffahrt auf die A 22 Donauuferautobahn Richtung Stockerau.

Auch auf der rund drei Kilometer langen Hochstraße St. Marx laufen die Sanierungen im Sommer auf Hochtouren. Zusätzlich zur Hauptfahrbahn erfolgt die Generalerneuerung der Auf- und Abfahrt St. Marx in Fahrtrichtung Norden (Knoten Kaisermühlen). Nachdem es sich dabei um die längsten Rampenverbindungen der A 23 handelt, dauern die im Juli beginnenden Sperren bis Oktober und November.

Mitte August wird außerdem die Tangente zwischen dem Gürtel und der Hanssonkurve an einem Wochenende zur Gänze gesperrt. In dieser Zeit wird die letzte noch bestehende Brücke der ehemaligen „gesperrten Ausfahrt Simmering“ mit einem Kran ausgehoben und eine weitere, die A 23 überspannende Brücke („Lidlbrücke“), konventionell abgetragen.

Während der Knoten Kaisermühlen mit Ende des Jahres fertig saniert ist, laufen die Arbeiten auf der Hochstraße St. Marx noch bis Ende des kommenden Jahres. Rund 160 Millionen investiert die ASFINAG in diese beiden Projekte und macht damit weitere Teilbereiche der A 23 fit für die Zukunft.

Knoten Kaisermühlen

Der Knoten Kaisermühlen verbindet die Tangente mit der A 22 Donauuferautobahn, der Raffineriestraße und der Donaustadtstraße. 2019 hat die ASFINAG mit der Sanierung dieses Autobahnknotens begonnen, in den 31,5 Millionen Euro investiert werden. Ende des Jahres schließt die ASFINAG die Generalerneuerung dieses Autobahnknotens ab.

Im finalen Jahr der Generalerneuerung des Knoten Kaisermühlen wird vor allem der Sommer noch einmal „heiß“. Unter anderem wird die stark befahrene A 23 Abfahrt zur A 22 Donauuferautobahn Richtung Stockerau gesperrt. Damit der Verkehr so behinderungsfrei wie möglich umgeleitet werden kann, stellt die ASFINAG die Verkehrsführung im gesamten Knotenbereich um. Zur besseren Orientierung kommt während dieser Bauphase ein Farbleitkonzept zum Einsatz.

Verbindungssperre A 23 / A 22 Richtung Norden

Auf der Richtungsfahrbahn Norden (Stadlau) wird ab dem 5. Juli die Abfahrt auf die A 22 Donauufer Autobahn Richtung Stockerau (Vienna International Center) gesperrt. Bis voraussichtlich 2. September ist diese Sperre aufrecht. Damit die täglich tausenden Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer trotzdem problemlos auf die A 22 fahren können, wurde die Verkehrsführung im gesamten Autobahnknoten umgestellt.

Während der Sperre ist die A 22 Richtung Stockerau über die Abfahrt Kagran zu erreichen. Dazu wurde die ursprünglich einstreifige Rampe auf zwei Fahrstreifen ummarkiert.

Sperre Auffahrt Donaustadtstraße Richtung A 22 und Ölhafen

Damit die Umleitung für die gesperrte A 22Auffahrt problemlos klappt, ist die Sperre der Auffahrt auf die A 22 von der Donaustadt kommend notwendig. Diese Sperre startet ebenfalls am 5. Juli und dauert bis voraussichtlich 2. September. Die Umleitung führt über den Handelskai. Dort muss gewendet werden und auf die A 23 Richtung Norden (Kagran) aufgefahren werden. Die Abfahrt Ölhafen ist ungehindert befahrbar und die A 22 ist über die Abfahrt Kagran zu erreichen.

Wochenendsperren im Knoten Kaisermühlen

Im Juli und August kommt es darüber hinaus im Knoten Kaisermühlen zu zusätzlichen Wochenendsperren von einzelnen Verbindungen. Diese werden mit separater Info vor Ort und über die Medien angekündigt.

Generalerneuerung Knoten Kaisermühlen

Seit 2019 laufen die Sanierungen von

  • Zehn Brücken
  • Elf Überkopfwegweiser
  • 000 Quadratmeter Fahrbahn inklusive alle Auf- und Abfahrten

Hochstraße St. Marx

Dieser Bauabschnitt ist knapp drei Kilometer lang und führt vom Knoten Prater bis zum Knoten Arsenal (ehemalige gesperrte Ausfahrt Simmering). In die Generalsanierung investiert die ASFINAG 129 Millionen Euro. Anfang März 2020 wurde die Baustelle begonnen, Ende 2022 sind die Arbeiten abgeschlossen. Im Mittelpunkt der diesjährigen Arbeiten liegen die Instandsetzung der Auf- und Abfahrten der Anschlussstelle St. Marx sowie der Abbruch der „gesperrten Ausfahrt Simmering“.

Sanierung Anschlussstelle St. Marx

Bei den Rampen dieser Anschlussstelle handelt es sich um die längsten Auf- und Abfahrten im Baustellenbereich (mehr als 600 Meter lange Autobahnrampen – rund 440 Meter Brücke und rund 230 Meter Freiland). Deren Sanierung ist damit aufwendiger und die Sperren dauern zwischen drei und vier Monaten. Ab 6. Juli werden die Auffahrt auf die Tangente und die Abfahrt nach St. Marx auf der Richtungsfahrbahn Norden (Knoten Kaisermühlen) gesperrt. Die Sperre der Auffahrt dauert bis 3. November, jene der Abfahrt bis 6. Oktober.

Für Brückenaushub: Tangentensperre

Die nicht genutzten Auf- und Abfahrten der gesperrten Ausfahrt Simmering wurden bereits abgebrochen. Die letzte noch verbleibende Brücke, die über die A 23 führt, wird im August mittels Spezialkran ausgehoben. In dieser Zeit wird die Tangente zwischen der Anschlussstelle Gürtel/Landstraße und dem Verteilerkreis Favoriten gesperrt.

Konkret: Die erste Sperre erfolgt am 14. August von 0 Uhr bis 6 Uhr früh. Die zweite Sperre erfolgt von Samstag auf Sonntag – 14. August ab 22 Uhr bis 15. August voraussichtlich 10 Uhr. In dieser Zeit wird der Verkehr großräumig über die A 4 Ostautobahn und die S 1 Wiener Außenring Schnellstraße umgeleitet.

Für diesen Brückenaushub setzt die ASFINAG einen der größten verfügbaren Raupenkräne Europas ein. Dieser hat eine Hebekapazität von maximal 1.600 Tonnen und erreicht in seiner längsten Rüstvariante eine maximale Hakenhöhe von 210 Metern. Dieser Kran wird die 550 Tonnen schwere und 43 Meter lange Brücke in einem Stück ausheben und neben der Tangente abladen. Dort wird die Brücke konventionell „zerkleinert“. Um den Umweltschutzgedanken bei diesem Projekt zu berücksichtigen, wurde die Aufstellfläche für den Raupenkran und die Ablagefläche für die Brücke nicht betoniert, sondern mit vorhandenem Erdmaterial und dem recycelten Betonabbruch der restlichen Brücken aufgeschüttet. Auch der letzte Brückenrest wird in seine Bestandteile wie Eisen und Beton zerlegt, diese werden voneinander getrennt, aufbereitet und können somit wiederverwendet werden.

Generalerneuerung Hochstraße St. Marx

Bis Ende 2022 erfolgt die Sanierung von:

  • 32 Brücken
  • zehn Auf- und Abfahrten
  • zwei Anschlussstellen (St. Marx und Gürtel)
  • 000 Quadratmeter Fahrbahn

Zusätzlich errichtet die ASFINAG entlang der A 23 Hauptfahrbahn einen neuen, teilweise mehr als fünf Meter hohen Lärmschutz für rund 15.000 Anrainerinnen und Anrainer. Die 400 Beleuchtungskörper werden alle auf energiesparende LED-Beleuchtung umgestellt. Die Lebensdauer von LEDs beträgt etwa zehn Jahre, jene der herkömmlichen Beleuchtung nur rund zwei Jahre. Wissenschaftliche Studien belegen: LED-Leuchten sind das ökologisch verträglichste Leuchtmittel. Bei herkömmlichen Beleuchtungstechnologien wird fast 50 Prozent des abgegebenen Lichts nach oben und zu den Seiten abgestrahlt. LED-Beleuchtung hat eine präzisere Lichtlenkung.

Nachhaltige und ressourcenschonende Tangentensanierung

Das Ziel der ASFINAG ist es, Sanierungen ressourcenschonend abzuwickeln und Maßnahmen zum Schutz der Umwelt und der Menschen umzusetzen. So auch bei den beiden größten Sanierungsprojekten auf Wiens Stadtautobahn. Die Maßnahmen reichen vom Materialrecycling und der Renaturierung von für den Bau benötigten Flächen bis hin zur Umrüstung auf energiesparende LED-Leuchten, dem Einsatz einer ökologischen Bauaufsicht und die Errichtung neuer und höherer Lärmschutzwände.

Information ist alles! Zeitgerecht für die richtige Routenwahl

Rasche Information ist die Basis für die optimale Routenwahl. Damit das gelingt, setzt die ASFINAG auch diesmal auf zeitnahe und verlässliche Information. Bei den Bauarbeiten auf der Tangente kommen breit gestreute Anrainerinnen-/Anrainer-Infos genauso zur Anwendung wie Infos über die elektronischen Anzeigetafeln auf den Zulaufstrecken. Vor jeder Sperre einer Auf- und Abfahrt verteilt die ASFINAG Infoflyer direkt an die Autofahrerinnen und Autofahrer.

Zusätzlich ist es möglich, den „Tangente Neu Newsletter“ zu abonnieren.

Alle Projektinfos sind außerdem über die ASFINAG App „Unterwegs“ verfügbar. Medienkooperationen und das Nutzen von weiteren Medien wie Facebook und Twitter zum Infotransport sind für die ASFINAG ebenso wichtig, wie die gute Zusammenarbeit mit dem Partner Ö3 und allen weiteren Radiosendern.