25.08.2021

Spezielle Tunnel-Ausbildung für die österreichischen Feuerwehren im Zentrum am Berg

Vereinbarung mit Bundesfeuerwehrverband über Finanzierung für Kurse im Tunneltrainingszentrum

Um für Einsätze in einem Autobahntunnel noch besser gerüstet zu sein, können die österreichischen Feuerwehren künftig zusätzlich zu den regelmäßigen Tunnelübungen auch spezielle Trainings im einzigartigen Zentrum am Berg (ZaB) im steirischen Eisenerz absolvieren. Eine entsprechende Finanzierungs-Vereinbarung zwischen ASFINAG und dem Bundesfeuerwehrverband sowie allen Landesfeuerwehrverbänden wurde nun unterzeichnet und vor Ort im Zentrum am Berg von Feuerwehrpräsident Albert Kern, Landesfeuerwehrkommandant Reinhard Leichtfried, ZaB-Leiter Robert Galler, ASFINAG-Geschäftsführer Christian Ebner und dem Leiter des ASFINAG-Tunnelmanagements, Günter Rattei, besiegelt.

Für 2021 sind bereits drei Kurse mit je 14 Teilnehmern aus ganz Österreich fixiert, wie Feuerwehrpräsident Albert Kern bestätigt.

Das Zentrum am Berg, das als eigenständiges Department der Montanuniversität Leoben geführt wird, bietet dabei einzigartige Möglichkeiten. In den bereits existierenden Stollen des Erzberges wurden unter Leitung von Universitäts-Professor Robert Galler vier Tunnel mit einer Länge von jeweils etwa 400 Metern errichtet, zwei davon sind parallel führende Straßentunnel, die auch originalgetreu ausgestattet sind. Die Feuerwehren können somit Einsätze bei Unfällen und vor allem bei Bränden in einem Autobahntunnel unter realen Bedingungen üben.

Bestens geschulte Einsatzkräfte für mehr Tunnelsicherheit

In mehrtägigen Intensivkursen können sich Mitglieder von Feuerwehren im Zentrum am Berg noch besser auf Einsätze für den Ernstfall vorbereiten und Szenarien durchspielen, die im Rahmen einer Tunnelübung kaum oder gar nicht simulierbar sind. „Für uns sind bestens geschulte und auf jedes Szenario vorbereitete Einsatzkräfte ganz besonders wichtig“, sagt ASFINAG-Geschäftsführer Christian Ebner. „Daher unterstützen wir diese Ausbildungen klarerweise, weil es zu mehr Verkehrssicherheit beiträgt und im speziellen Fall die Sicherheit in unseren Tunnel noch einmal erhöht.“