17.06.2022

ASFINAG errichtet europaweit erste Verkehrszeichenbrücke aus Holz auf der Südautobahn in Kärnten

Statt aus Stahl besteht Konstruktion bei Völkermarkt aus heimischem Fichten- und Lärchenholz

Holz statt Stahl zu verwenden – und damit CO2 einzusparen – ist auch für die ASFINAG das Gebot der Stunde. In Kärnten konnte jetzt als Pilotprojekt erstmals eine riesige, fast 30 Meter lange Verkehrszeichenbrücke aus heimischem Holz aufgestellt werden. Diese erste Holzkonstruktion ist europaweit einzigartig.

„Mit diesem Pilotprojekt beweisen wir erneut, dass wir einer der innovativsten Autobahnbetreiber Europas sind“, sagen die ASFINAG-Vorstände Hartwig Hufnagl und Josef Fiala. „Konservativ berechnet sparen wir dadurch ganz im Sinne unserer Nachhaltigkeitsstrategie 35 Tonnen CO2 ein.“

Aufgestellt wurde die Holz-Konstruktion in der Nacht auf Mittwoch, den 15. Juni, nahe Völkermarkt-Ost. In diesem Bereich tauscht die ASFINAG alle sieben Verkehrszeichenbrücken aus. Diese Konstruktionen sind üblicherweise aus Stahl, auf denen sogenannte Wechselverkehrszeichen montiert sind. Diese zeigen unter anderem das Tempo, einen Unfall an oder dienen auch als Ausleitung, wie es beim Verkehrskontrollplatz Haimburg der Fall ist.

Die Verkehrszeichenbrücke aus Holz ragt über die gesamten vier Fahrspuren der Autobahn und ist begehbar, die Hauptbestandteile sind auch Fichte. Lärche wurde zusätzlich als Schutzschicht verwendet. In die einzelnen Komponenten sind Feuchtigkeitssensoren eingebaut, damit die ASFINAG jederzeit überprüfen kann, wie die von einem Unternehmen in Hermagor gebaute Konstruktion auf die unterschiedlichen Wetterbedingungen reagiert (etwa Regen, Hitze und Kälte). Die Steher sind ebenfalls aus Holz, lediglich die Fundamente wurden betoniert.

In Summe bestehen damit 75 Prozent dieser Konstruktion aus einheimischem Holz. In Sachen Haltbarkeit könnte Holz gegenüber Stahl sogar besser sein, derzeit gehen Experten von einer Lebensdauer von mindestens 20 Jahren aus. Dazu kommen zwei weitere wesentliche Vorteile: der Klimaschutz-Faktor durch die Verwendung eines heimischen nachwachsenden Rohstoffes sowie die regionale Wertschöpfung.

Nach einem Jahr in Betrieb werden die ersten Erkenntnisse dieses Holz-Einsatzes bei Autobahn-Einrichtungen vorliegen. „Sollten diese die derzeitigen Annahmen bekräftigen, werden wir im Sinne des Klimaschutzes künftig verstärkt auf Holz setzen und ausloten, wo wir diesen nachhaltigen Baustoff noch einsetzen können“, sagt Wolfgang Wissounig vom ASFINAG-Projektteam.

Die sieben Überkopfanzeigen (Verkehrszeichenbrücken), mit denen Pkw und vor allem Lkw auf den Verkehrskontrollplatz Haimburg bei Völkermarkt Ost geleitet werden, waren bereits knapp 20 Jahre „im Dienst“. Sowohl baulich als auch technisch waren diese Anzeigen veraltet und wurden daher in den vergangenen Monaten erneuert.