12.05.2021

Mehr als zwei Drittel der Motorradfahrer fühlen sich auf Autobahnen sicher

1.800 Biker nahmen an ASFINAG-Umfrage teil; Unachtsamkeit anderer als Unsicherheits-Faktor

„Gebt aufeinander acht“ – das Motto der ASFINAG-Verkehrssicherheitskampagne ist zugleich auch der große Wunsch derjenigen, die als Lenkerinnen und Lenker den geringsten Schutz haben. Das zeigt die Umfrage der ASFINAG, an der sich mehr als 1.800 Bikerinnen und Biker beteiligt haben. Zwar gaben mehr als zwei Drittel aller Befragten an, sich auf Autobahnen und Schnellstraßen wegen der guten und breiten Fahrbahnen sicher zu fühlen. Knapp 30 Prozent aber führten ihr reduziertes Sicherheitsgefühl auf andere Verkehrsteilnehmende, und da insbesondere auf Rücksichtslosigkeit, zurück. Am öftesten genannt wurden dabei „plötzliche Spurwechsel ohne zu blinken“ sowie die mangelhafte Blinkdisziplin generell. Acht Prozent nannten den Lkw-Verkehr im Allgemeinen, und auch Pkw-Lenkerinnen und –Lenker, die ihr Mobiltelefon verbotenerweise am Ohr haben und somit abgelenkt sind, verursachen bei den Befragten ein ungutes Gefühl. Die „Angst, aus Unachtsamkeit oder von einem Lkw übersehen zu werden“, ist bei dieser Gruppe verständlicherweise größer. Unfälle mit einem Motorrad führen mangels „Knautschzone“ auch öfter zu schwereren Verletzungen.

„Rücksicht auf andere im Verkehr zu nehmen, ist das Grundprinzip für ein sicheres Miteinander auf unseren Straßen“, appellieren die ASFINAG-Vorstände Hartwig Hufnagl und Josef Fiala. „Zu Beginn der Motorradsaison möchten wir daher mit unserem Info-Schwerpunkt ,Gebt aufeinander acht‘ ganz besonders die Lenkerinnen und Lenker von Zweirädern in den Fokus rücken.“

Top-Schutzausrüstung ist für 95 Prozent ein „Muss“

Weil das Motorrad kaum Schutz bieten kann, legt daher auch der überwiegende Teil der Bikerinnen und Biker großen Wert auf eine Top-Schutzausrüstung. Neben dem obligaten Helm zählen Lederjacke und Lederhose, die richtigen Stiefel und Handschuhe sowie vor allem der Rückenprotektor zum Standard.
95 Prozent der Befragten fahren nur in voller Montur. Nur einige wenige sind da noch unvorsichtig und verzichten vor allem bei kurzen Strecken auf Teile der richtigen Bekleidung. Dafür haben 80 Prozent bereits ein- oder auch mehrmals ein Fahrsicherheitstraining absolviert. Vorbilder sind die Motorradfahrerinnen und -fahrer auch hinsichtlich der Nutzung von Mobiltelefonen. Obwohl das technisch via Bluetooth kein Problem wäre, ist das Handy während der Fahrt für 97 Prozent ein „No-Go“. Ein Navi verwenden hingegen vier von zehn Bikerinnen und Biker regelmäßig. Als größte Ablenkung werden aber die Umgebung und andere Fahrzeuge angesehen, immerhin zehn Prozent haben mitunter Probleme mit dem Helm oder dem Visier, die ihn oder sie ablenken.

Freizeit- und Urlaubsfahrten auf der Autobahn

Die Autobahn oder eine Schnellstraße nutzen Zweiradlenkende übrigens vor allem in ihrer Freizeit oder bei der Fahrt in den Urlaub. 50 Prozent nutzen die schnelle, direkte Verbindung zudem dafür, um zu beliebten Motorradstrecken zu fahren. Nur 22 Prozent gaben an, die Autobahn für den Weg zur Arbeit zu nehmen. Der Sicherheitsgedanke führt wiederum Regie, wenn Bikerinnen und Biker das hochrangige Netz aus einem anderen triftigen Grund nutzen: Sobald schlechtes Wetter und insbesondere Regen vorhergesagt ist, wird lieber die Autobahn als eine Landesstraße genommen, weil diese sicherer und direkter zum Ziel führt.