Die Radwegverlegung, eine unverzichtbare Voraussetzung für den Bau der A 26 Linzer Autobahn, wurden wie geplant abgeschlossen. Am 10. August 2018 wurde der neue Donau-Radweg zwischen Puchenau und Linz zur Benützung freigegeben. Der durchgehend dreieinhalb Meter breite Radweg verläuft direkt an der Donau.

Die Zuschlagsentscheidung der ASFINAG für die Hauptbauleistungen erfolgte plangemäß Ende Juni 2018, diese wurde jedoch binnen der gesetzlich vorgesehenen Stillhaltefrist von einem unterlegenen Bieterkonsortium beeinsprucht. 

Der Einspruch wurde durch das Bundesverwaltungsgericht (BVwG) abgelehnt und die Beauftragung erfolgte am 20. September 2018. Den Auftrag für den ersten Bauabschnitt erhielt die italienisch-österreichische Arbeitsgemeinschaft der Firmen ICM Spa (Vicenza), MAEG Costruzioni Spa (Vazzola) und f-pile GmbH (Wien). Das Auftragsvolumen beträgt 133 Millionen Euro und umfasst den Bau der Hängebrücke der A 26 („Westring“) und der Anschlussstelle auf beiden Seiten der Donau.

Zwischenzeitlich wurde auch die durch Bürgerinitiative beim Verwaltungsgerichtshof beantragte Revision zur Errichtung der A 26 am 27. Oktober 2018 zurückgewiesen. Somit sind alle höchstgerichtlichen Verfahren rund um den Linzer Westring rechtsgültig abgeschlossen.

Die Hauptbauarbeiten werden ab 07. Jänner 2019 in Angriff genommen, allerdings werden noch heuer erste bauvorbereitende Maßnahmen durchgeführt.

Die ASFINAG beginnt im Dezember 2018 mit den Vorbereitungen für die Baustraße im Bereich Fernbergpark. Aus diesem Grund sind auf Höhe der Haltestelle Vergreinerstraße einzelne Wegverbindungen gesperrt. Die Sperre wird voraussichtlich bis Herbst 2020 aufrecht bleiben.

Mit der A 26 Linzer Autobahn wird eine leistungsfähige Straßenverbindung zwischen der A 7 Mühlkreis Autobahn beim Knoten Hummelhof und der B 127 Rohrbacherstraße (Donau Nord) errichtet. 85 Prozent, rund vier Kilometer der Gesamtstrecke, verlaufen unterirdisch im Tunnel. Zur Überquerung der Donau sowie der Westbahn werden zwei Brücken errichtet. Die Investition von insgesamt 668 Millionen Euro in dieses Projekt bringt darüber hinaus starke Impulse für den Wirtschaftsstandort Linz und das nordwestliche Mühlviertel.

Luftbild Linz mit eingezeichneter Streckenführung A 26
Die A 26 im Stadtgefüge Linz

Der erste Bauabschnitt der A 26 ist die neue Linzer Donaubrücke mit den Auf- und Abfahrten zur B 127 Rohrbacherstraße und zur B 129 Eferdingerstraße. Diese Anschlüsse an das Landesstraßennetz befinden sich vollständig im Tunnel.

Daten und Fakten zur Brücke
Spannweite 305,55 Meter
Länge Hauptseile 500 Meter
Breite Brückendeck 22,45 Meter
Haupttragseile Bündel, bestehend aus zwölf einzelnen Spiralseilen mit 145 Millimetern Durchmesser
Hängeseile Spiralseile mit einem Durchmesser von 95 Millimetern
Mögliche Belastung 3.100 Tonnen
Eigengewicht 12.900 Tonnen

 

Im zweiten Bauabschnitt wird das "Kernstück" der A 26 umgesetzt. Der neue Tunnel verläuft unterhalb des Freinbergs, der Ziegeleistraße und der Waldeggstraße. Für höchste Sicherheit werden zwei getrennte Röhren gebaut. Diese werden mit modernster Sicherheitstechnik ausgerüstet: Beleuchtung, Lüftung, Funk, Notruf, Brandmeldeanlage, Video mit Bilderkennung und Bordsteinreflektoren in LED-Technik.

Im Freinbergtunnel kommt auch das weltweit einzigartige akustische Frühwarnsystem AKUT zum Einsatz. Intelligente Mikrofone im Tunnel erkennen blitzschnell untypische Geräusche wie etwa von quietschenden Reifen. Die ASFINAG Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der nächsten Überwachungszentrale in Wels sind sofort alarmiert, können den Tunnel sperren und im Falle eines Unfalls Einsatzkräfte rufen. Diese "Tunnelohren" ermöglichen somit eine noch schnellere Reaktionszeit als durch Videoüberwachung. Wertvolle Zeit, die im Ereignisfall Leben retten kann!

Im dritten Ausbauschritt wird die Westbrücke als Autobahnbrücke neu errichtet und somit die Verbindung zur A 7 Mühlkreis Autobahn hergestellt. Die Brücke führt über die Gleise der Westbahn mit Auf- und Abfahrten zur Unionstraße.

Oberstes Ziel bei Planung, Bau und Betrieb von Straßen ist der Schutz von Mensch und Umwelt. Das gilt besonders für die A 26:

  • Leise Bauabwicklung in der Stadt: Für maximalen Schutz und weniger Lärm und Staub werden die Baustellen akustisch abgeschirmt. Der Abtransport des Abbruchmaterials aus dem Tunnel Freinberg und der Anschlussstelle Donau Süd erfolgt ausschließlich mittels Schiff.
  • Umfassende Ausgleichsmaßnahmen: Für den ökologisch sensiblen Bereich in der Nähe der Donau gibt es umfassende Ausgleichsmaßnahmen für Tiere und Pflanzen. Die bestehenden Lebensräume werden optimal geschützt, für Vögel schafft die ASFINAG nahe Ersatz-Nistplätze.
  • Kontrolle und eigene Beschwerde-Stelle: Für die Einhaltung aller Schutzmaßnahmen werden sogenannte Sonderbauaufsichten sorgen. Weiters wird eine unabhängige Anlaufstelle für Beschwerden von Anrainerinnen und Anrainern (Ombudsfrau) eingerichtet.
  • Erreichbarkeit in Linz gesichert: Alle bestehenden Straßen- und Wegverbindungen, Haus- und Grundstückszufahrten sowie Zu- und Abgänge von Haltestellen bleiben nutzbar. Der Donauradweg wird im Bereich der A 26 verlegt, bleibt während der gesamten Bauzeit voll befahrbar und wird entsprechend abgesichert.

Besuchen Sie die ASFINAG-Infoausstellung zur A 26 Linzer Autobahn. Diese ist für Interessierte jeden Alters und auch für Technikfreunde ansprechend gestaltet. Im Alten Rathaus kann man sich über Planung, Bau und Betrieb der Westumfahrung  informieren und auch technische Besonderheiten interaktiv erleben. Vom Tunnel- und Brückenbau bis hin zu Ökologie und Anrainerschutz in Linz gibt es spannende Einblicke mit vielen Exponaten zum „Anfassen".

WO? Im Alten Rathaus am Linzer Hauptplatz. Der Eingang befindet sich im Innenhof Hauptplatz 1, 4020 Linz, zu dem man geradewegs über den Haupteingang des Alten Rathauses gelangt.

WANN? Geöffnet täglich von 9.00 bis 19.00 Uhr.

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